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Was ist ein Binturong?

Neue Tierart zieht in Zoo Salzburg ein

Urin der Marderbäre riecht nach Popcorn

Der Zoo Salzburg ist um eine neue Tierart reicher: Zwei Binturongs sind vor wenigen Tagen eingezogen. Was das ist und warum ihr Urin tatsächlich nach Popcorn riecht, erklären wir euch hier.

Ein dichtes, dunkelgrau bis schwarzes Fell, auffallend lange weiße Tasthaare, markante Ohrbüschel an den hellen Ohren, ein gedrungener Körperbau, kräftige kurze Beine und ein langer, buschiger Greifschwanz. „Die Beschreibung ihres Aussehens klingt genauso ungewöhnlich, wie unsere neuen tierischen Zoobewohner sind“, verrät Geschäftsführerin Sabine Grebner über die neue Tierart im Zoo Salzburg.

Salzburg einziger Zoo Österreichs mit Binturong

„Vor wenigen Tagen sind zwei Binturongs bei uns eingezogen. Dabei handelt es sich um eine asiatische Schleichkatzenart, die absolut faszinierend ist und für unseren Zoo eine große Bereicherung darstellt“, ergänzt Sabine Grebner. Für den Zoo Salzburg bedeutet das nicht nur, dass mit dem Binturong eine Tierart bewundert werden kann, die es in dem Zoo am Fuße des Hellbrunner Berges noch nie gab. Der Zoo Salzburg ist auch der einzige Zoo in Österreich, der Binturongs hält.

Binturong-Urin riecht nach Popcorn

„Großes Kino“ also und das sogar in zweifacher Hinsicht, denn der Urin dieser außergewöhnlichen Tiere riecht tatsächlich nach Popcorn. Dieser Geruch begleitet die Marderbäre auf Schritt und Tritt. Der Geruch kommt durch den Stoff 2-Acetyl-1-pyrrolin im Urin zustande. Der Zweck: Der Binturong lebt nicht in Gruppen oder Rudeln und muss daher seine Existenz als Einzelkämpfer verteidigen. Der Duft im Urin soll daher Feinde fernhalten, das Territorium verteidigen und auch Weibchen anlocken. Da die Marderbären sich bei ihrem Ritual häufig auch selbst etwas bekleckern, riecht also auch ihr eigenes Fell stark nach Popcorn.

Bislang ältester Binturong wurde 25 Jahre

Das Weibchen kann zweimal im Jahr Nachwuchs zur Welt bringen. Nach rund 90-tägiger Tragzeit bringt es ein bis sechs (durchschnittlich zwei oder drei) Jungtiere zur Welt. Selbst nach der Geburt duldet das Weibchen den Partner noch in der Nähe, was unter Schleichkatzen unüblich ist. Jungtiere nehmen nach sechs bis acht Wochen erstmals feste Nahrung zu sich und pflanzen sich mit rund 2,5 Jahren das erste Mal fort. Das höchste bekannte Alter eines Binturongs in Gefangenschaft betrug 25 Jahre.

Mork und Fiona gewöhnen sich langsam ein

Noch befinden sich der fünfjährige Mork und die vierjährige Fiona, die aus einem italienischen Tierpark anreisten, in der Eingewöhnungsphase. „Das bedeutet, sie verhalten sich noch zurückhaltend und lernen Schritt für Schritt sich in ihrem neuen Zuhause zurechtzufinden“, erklärt Kuratorin Lisa Sernow.

Das heißt für Besucher, dass sie mit Glück schon einen Blick auf die neuen, spannenden Zoobewohner erhaschen können. „Mork hat zumindest schon mal die Nase in die frische Luft gesteckt und seine neue Außenanlage mit verhaltener Neugier beäugt“, berichtet Lisa Sernow. Die beiden Binturongs treten die Nachfolge der Nasenbären an und werden auf der Anlage gegenüber dem Haupteingang, auf der rechten Seite des Gibbonhauses, zu sehen sein.

(Quelle: SALZBURG24)

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