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1,1 Tonnen Kokain

Polizei präsentiert Mega-Fund

Hamburger Polizei zeigt gigantischen Kokainfund APA/dpa/Daniel Reinhardt
Bei einem Schlag gegen Drogenhändler hat die Polizei in Hamburg mehr als eine Tonne Kokain beschlagnahmt.

Bei einem Schlag gegen Drogenhändler mit Verbindungen zur Rockergruppe Hells Angels hat die Polizei in Hamburg mehr als eine Tonne Kokain beschlagnahmt. Zivilfahnder hätten bei bereits seit Monaten laufenden verdeckten Ermittlungen die Entladung eines verdächtigen Lkw beobachtet, teilte die Polizei am Freitag mit. Sie forderten Spezialkräfte an, die fünf Verdächtige festnahmen.

Bei dem bei einer Spedition geparkten Lastwagen entdeckten die Beamten mehr als eine Tonne Kokain in handlichen Paketen von je einem Kilogramm, das die Täter entladen hatten. Die Menge hätte einen Schwarzmarktwert von mehr als 150 Millionen Euro. Anschließend brachten die Beamten den Laster ins Polizeipräsidium, um ihn vollkommen zu entladen und Spuren zu sichern. Der Zugriff erfolgte bereits vergangene Woche.

Hells Angels involviert

Nach dem Zugriff durchsuchten Einsatzkräfte am Donnerstag stundenlang weitere Objekte im Stadtgebiet und nahmen nach eigenen Angaben drei weitere Männer fest, darunter ein 39-jähriges führendes Mitglied der Hells Angels. Dabei beschlagnahmten sie auch 170.000 Euro Bargeld und ein Kilogramm Marihuana. Die Ermittlungen zu dem Fall dauerten am Freitag an, die acht Verdächtigen sollten einem Haftrichter vorgeführt werden.

Großangelegte Ermittlungen

Der Einsatz der Zivilfahnder erfolgte vor dem Hintergrund eines seit längerem laufenden Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft und der auf Rockerkriminalität spezialisierten Fachleute des Hamburger Landeskriminalamts. Diese hatten eine Gruppe im Visier, die in großem Stil mit Marihuana handeln soll. Dabei entdeckten sie laut Polizei, dass diese Kontakt zu dem 39-jährigen Hells Angel pflegte.

Polizeisprecher Timo Zill bezeichnete den Einsatz als einen "schweren Schlag gegen die organisierte Kriminalität in Hamburg und insbesondere die Rockerkriminalität". Die aufwendigen Ermittlungen gegen das Netzwerk und seine Hintermänner seien auch ein wichtiger Beitrag zum Kampf gegen die rauschgiftbezogene Straßenkriminalität.

(APA/ag.)

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