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17 Tote und 70 Verletzte bei schwerem Zugunfall in Tunesien

Beim Zusammenstoß eines Personenzugs mit einem Lastwagen sind in Tunesien mindestens 17 Menschen getötet und etwa 70 weitere verletzt worden. Wie Innen- und Verkehrsministerium am Dienstag mitteilten, ereignete sich das Unglück bei Al Fahes rund 60 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Tunis. Der Lastwagen fuhr auf einen unbeschrankten Bahnübergang, als der Zug sich näherte und ihn erfasste.

Verkehrsminister Mahmoud Ben Romdhane sprach von einer "Katastrophe", die Zahl der Opfer könne noch weiter steigen. Das Unglück ereignete sich gegen 6.30 Uhr (Ortszeit). Der Zug kam aus Gaafour im Nordwesten und war auf dem Weg in die Hauptstadt Tunis. Al Fahes liegt in der Region Zaghouan.

Der Chef des Zivilischutzes in Zaghouan, Salem Youssfi, sagte, der Lastwagenfahrer habe den Unfall überlebt und werde vernommen. Zunächst hatte es geheißen, beide Fahrer seien unter den Toten. Laut dem Gouverneur der Region entgleisten die Lok und der erste Waggon des Zuges durch die Wucht des Aufpralls. Beide Lenker seien offenbar zu schnell gewesen.

Augenzeugen zufolge standen viele Waggontüren im Moment des Zusammenstoßes offen, sodass viele Passagiere herausgeschleudert wurden. In Berichten vom Unglücksort war von Chaos, Metalltrümmern und Leichen auf den Gleisen die Rede. Verletzte seien in den Waggons eingesperrt. "Es ist ein Grauen", sagte ein Zeuge und berichtete von verstümmelten, blutigen Körpern, die unter dem entgleisten Waggon eingeklemmt seien.

Die Rettungskräfte seien erst nach einer Stunde am Unfallort eingetroffen, kritisierte der Zeuge. Ein anderer Zeuge bemängelte, dass es an dem Bahnübergang schon früher Unfälle gegeben habe. "Es muss schnell eine Schranke her", sagte er. Es ist das schwerste Bahnunglück seit Jahren in dem nordafrikanischen Land, dessen Streckennetz veraltet ist.

(Quelle: S24)

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