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20.000 bei Demo gegen unmenschlichen Umgang mit Flüchtlingen

Zehntausende bei Demo "Mensch sein in Österreich" Salzburg24
Zehntausende bei Demo "Mensch sein in Österreich"

Knapp 20.000 Menschen haben am Montagabend gegen unmenschlichen Umgang mit Flüchtlingen in Wien demonstriert. Gestartet war der Demo-Zug am Christian-Broda-Platz, die Schlusskundgebung fand vor dem Parlament statt. Um etwa 21.30 Uhr wurde die unter dem Motto "Mensch sein in Österreich" stehende Kundgebung beendet.

Der Demonstrationszug hatte sich zuvor verspätet erst 19.30 Uhr in Bewegung gesetzt, da sich immer mehr Menschen sammelten. Viele Teilnehmer trugen auf Anregung der Organisatorin weiße Kleidung. Teilweise unter Applaus von Passanten gingen die Demonstranten über die Mariahilfer Straße Richtung Innenstadt, zu Songs wie "Es fangt genauso an" von STS und "A Mensch möcht i bleiben" von Wolfgang Ambros.

"Gemeinsam" und "mit Liebe" war das Motto der Demonstration. Damit könne man das Land verändern. Die laut Polizei knapp 20.000 Teilnehmer sammelten sich gegen 21.00 Uhr vor dem Parlament. Zuvor hatte die Polizei den Ring von der Operngasse bis zum Parlament gesperrt. Es kam auch auf der 2er-Linie zu langen Rückstaus.

Vor dem Parlament wurden dann Transparente geschwenkt und zahlreiche Kerzen entzündet. Mit der Asylpolitik in Österreich sei man nicht zufrieden. "Seht wie viele wir sind, auch wir können viel bewegen ", sagte Organisatorin Nadia Rida.

Bei der Kundgebung vor dem Parlament wurde auch der 71 toten Flüchtlinge aus dem Lkw an der A4 im Burgenland gedacht. Zum Lied "Gebt uns endlich Frieden" von Georg Danzer entzündeten die Teilnehmer ein Lichtermeer.

Die Stimmung bei der Demo war außerordentlich friedlich, zahlreiche Familien nahmen mit Kindern teil. Die achtjährige Mina hatte extra auf ihre Geburtstagsfeier verzichtet, sagte sie zur APA.

Polizisten trugen ihre Sicherheitshelme lediglich unter dem Arm. Insgesamt waren 450 Beamte im Einsatz: die Demonstration selbst begleiteten aber nur rund 100, die restlichen kümmerten sich etwa um Verkehrsmaßnahmen und Objektschutz. "Es gab keinen einzigen polizeilich relevanten Vorfall", sagte Polizeisprecher Patrick Maierhofer. Kurz nach 22.00 Uhr wurde der Ring wieder für den Verkehr freigegeben.

(Quelle: S24)

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