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2018: Neue Kfz-"Pickerl"-Vorschriften und eCall für Neuwägen

Die Überziehfristen beim Pickerl ändern sich bei schweren Mängeln. APA/Fohringer/Archiv
Die Überziehfristen beim Pickerl ändern sich bei schweren Mängeln.

Das Jahr 2018 bringt für Autofahrer neue Toleranzfristen bei der §57a-Überprüfung, der sogenannten "Pickerl"-Untersuchung. Ab dem Frühjahr soll außerdem der schriftliche Mopedtest ausgedient haben, die Prüfung soll künftig analog zum Autoführerschein am Computer durchgeführt werden. Ebenso ab dem Frühjahr müssen Neuwagen über das eCall-System verfügen.

Dieses gibt nach einem Unfall automatisiert einen Notruf ab, die Fahrzeuge werden per GPS geortet. Ab 31. März müssen alle neu genehmigten Pkw und Lkw bis 3,5 Tonnen höchstzulässigem Gesamtgewicht über ein eCall-System verfügen.

"Pickerl": Wann darf man wie viel überziehen?

Zu den Neuerungen im Verkehrsbereich zählen nach Angaben des ÖAMTC außerdem die neuen §57a-Vorschriften. Diese treten mit 20. Mai in Kraft. Neu für alle ist, dass Fahrzeuge bei Feststellung eines schweren Mangels nur mehr zwei Monate ab der Überprüfung verwendet werden dürfen. Der letzte Tag muss am Prüfbericht angeführt werden. Bei Gefahr im Verzug kann die Behörde die Zulassung umgehend aufheben.

Für Lkw, Rettungsfahrzeuge und Taxis kann die Pickerlüberprüfung ab Mai drei Monate vor dem Ablaufdatum erfolgen, es gibt aber keine Überziehungsfrist. Für "normale" Pkw, Motorräder, Quads, Mopedautos, historische Fahrzeuge, Anhänger bis 3,5 Tonnen und Traktoren bis 40 km/h liegt der Toleranzzeitraum wie bisher bei einem Monat vor und vier Monaten nach dem Prüfmonat.

Mopedführerschein: Prüfung am Computer

Voraussichtlich ab 1. März 2018 wird laut ÖAMTC die Prüfung für den Mopedführerschein am Computer abgewickelt. Anstatt des bisherigen schriftlichen Tests sind die Fragen dann am PC zu beantworten. Bestanden hat, wer 80 Prozent der Fragen richtig beantwortet. Damit findet eine weitere Angleichung der Erteilungsvoraussetzungen für die Mopedklasse an jene für andere Führerscheinklassen statt.

Vignette kostet fast 90 Euro

Anstelle einer Klebevignette kann erstmals eine digitale Autobahn-Vignette erworben werden. Der Preis dafür ist gleich, insgesamt wird der Tarif an den harmonisierten Verbraucherpreisindex angepasst und für 2018 um ein Prozent angehoben. Somit wird die Pkw-Jahresvignette im kommenden Jahr 87,30 Euro und jene für Motorräder 34,70 Euro kosten.

Da eine Sichtkontrolle nun nicht mehr ausreicht, um die Entrichtung der zeitabhängigen Maut zu überprüfen, schafft die Asfinag eine Vignettenevidenz. Dort kann jedermann durch Eingabe eines Kennzeichens im Internet kostenlos abfragen, ob ein Fahrzeug über eine digitale Vignette oder über eine digitale Streckenmautberechtigung verfügt und für welche Zeiträume sie gelten.

Wegen der automatischen Kennzeichenerfassung entfällt damit der Kauf einer weiteren Vignette bei Wechselkennzeichen. Aufgrund des Rücktrittsrechts bei Online-Käufen gilt die digitale Vignette frühestens am 18. Tag nach dem Kaufdatum. Im Falle eines Totalschadens, Windschutzscheibenbruchs, Fahrzeug- oder Kennzeichendiebstahls besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Umregistrierung auf ein neues Kennzeichen vorzunehmen. Bei Zuweisung eines neuen Kennzeichens infolge Wohnsitzwechsel in den Wirkungsbereich einer anderen Behörde oder aus anderen Gründen (z. B. Fahrzeugwechsel) ist für die Umregistrierung ein Kostenersatz zu leisten, der 20 Euro (inkl. USt) nicht überschreiten darf.

(APA)

(Quelle: S24)

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