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24 Verurteilte nach Massenvergewaltigung in Indien

Fast zwei Jahrzehnte nach einer wochenlangen Gruppenvergewaltigung einer jugendlichen Inderin sind zahlreiche Täter zu Haftstrafen verurteilt worden. Der Anführer muss lebenslang hinter Gitter, 23 weitere Täter erhielten lange Gefängnisstrafen für das grausame Verbrechen im Jahr 1996, wie indische Medien am Freitag berichteten.

Die damals erst 16-Jährige war in Suryanelli im südindischen Bundesstaat Kerala entführt worden. Mehr als 60 Mal wurde sie dann in Hotels, Häusern und Autos vergewaltigt, unter anderem von einem pensionierten Professor, von Anwälten und Geschäftsleuten. "Ich bin glücklich und erleichtert, dass die Gerechtigkeit siegte und die Menschen die Wahrheit erfahren haben", sagte sie dem Sender NDTV.

Im Jahr 2005 hatte ein Gericht in Thiruvananthapuram 34 der 35 Beschuldigten in dem Fall noch freigesprochen. Das Opfer rief daraufhin den Obersten Gerichtshof Indiens an, der nach acht Jahren schließlich entschied, dass das ursprüngliche Gericht in Kerala neu verhandeln müsse.

Nun kam die Entscheidung nach nur einem Jahr. Das Justizsystem in Indien arbeitet notorisch langsam. Seit der Gruppenvergewaltigung einer 23 Jahre alten Studentin im Jahr 2012 und zahlreichen Protesten gegen die Misshandlung von Frauen wurden einige Vergewaltigungsprozesse beschleunigt.

(Quelle: S24)

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