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25 Zivilisten bei Luftangriffen in Afghanistan getötet

In Afghanistan sind bei Luftangriffen gegen die radikalislamischen Taliban in zwei verschiedenen Provinzen mindestens 25 Zivilisten ums Leben gekommen, darunter Frauen und Kinder.

Bei einem der Angriffe in der zentralafghanischen Provinz Wardak habe ein Kampfflugzeug des US-Militärs aus Versehen am Montagabend ein ziviles Gebäude getroffen und dabei mindestens zwölf Menschen getötet, sagten zwei Mitglieder des dortigen Provinzrates am Dienstag.

Während desselben Einsatzes wurde in dem Distrikt Jaghato auch ein von den Taliban betriebenes Gefängnis bombardiert. Dabei seien mindestens 40 Aufständische getötet worden, berichtete ein anderes Mitglied des Provinzrates. Acht dort gefangene Soldaten des afghanischen Militärs seien befreit worden.

Ein weiterer Luftangriff in der Provinz Kapisa im Nordosten der Hauptstadt Kabul kostete mindestens 13 Zivilisten das Leben, wie ein Mitglied des dortigen Provinzrates sagte. Das US-Militär bestätigte in einer Mitteilung einen Luftangriff in der Provinz, bei dem sechs Mitglieder einer örtlichen Miliz verwundet worden seien. Opfer unter Zivilisten habe es nicht gegeben, hieß es weiter.

Seit dem Ende der NATO-Kampfmission Ende 2014 sind die Taliban wieder erstarkt. Sie hatten von 1996 bis zur US-geführten Intervention 2001 weite Teile Afghanistans unter ihrer Kontrolle.

(APA/dpa)

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