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250 Bundesheersoldaten nach Unwettern in Tirol im Einsatz

Nach den massiven Unwettern im Tiroler Sellrain- und Paznauntal sind am Montag die Aufräumarbeiten und technischen Hilfsleistungen angelaufen. Im Einsatz standen rund 250 Mann des Bundesheeres, 1.200 Feuerwehrleute und 40 Hilfskräfte des Roten Kreuzes. Rund 150 Soldaten wurden in Sellrain eingesetzt, zwei Katastrophenzüge mit insgesamt 100 Mann wurden nach See ins Paznauntal entsandt.

"Die Sellraintalstraße wurde an einigen Stellen unterspült oder weggerissen. Bei den Straßengalerien stehen teilweise Fundamente in der Luft. Die Runacherbrücke auf der Oberperfer Straße ist zerstört", berichtete Landesbaudirektor Robert Müller. Mithilfe von Pionieren des Bundesheeres werde bis Freitag eine Hilfsbrücke errichtet, die dann eine beschränkte Zufahrt zwischen Oberperfuss und Sellrain sicherstellen soll. Die Straße übers Kühtai war bis Gries im Sellrain befahrbar.

Im Sellraintal (Bezirk Innsbruck-Land) richteten Dutzende Murenabgänge und Überschwemmungen in der Nacht auf Montag großen Sachschaden an. Die Sellraintalstraße (L13) wurde an mehreren Stellen unterspült bzw. weggerissen. Die Melach erreichte im Sellrain in kürzester Zeit den Pegel eines 100-jährlichen Hochwassers. Etwa 30 Personen mussten evakuiert werden. Das Rote Kreuz richtete in Oberperfuss eine Versorgungsstelle ein. In der Gemeinde See im Paznauntal (Bezirk Landeck) traten Bäche in der Nacht über die Ufer. Der Ortsteil Gries wurde stark in Mitleidenschaft gezogen. Etwa 20 Häuser waren betroffen, rund 100 Menschen mussten evakuiert werden.

In der Gemeinde See im Paznauntal traten Bäche in der Nacht über die Ufer. Zudem soll in einem Bach-Oberlauf eine Verbauung gebrochen sein. Der Ortsteil Gries wurde stark in Mitleidenschaft gezogen. Etwa 20 Häuser waren betroffen, rund 100 Menschen mussten evakuiert werden.

In den vergangenen zwei Unwetternächten bewältigten die Feuerwehren in Tirol etwa 700 Einsätze mit rund 2.500 Mann. Zudem wurden die Katastrophenhilfszüge aus den Bezirken Innsbruck-Stadt, Imst und Landeck alarmiert, berichtete Landesfeuerwehrkommandant Peter Hölzl. Über die Landeswarnzentrale wurden im Laufe des Montags ständig Anforderungen für Assistenzeinsätze eingebracht, teilte das Land mit.

Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) ersuchte daraufhin das Bundesheer um einen Assistenzeinsatz. "Die Schäden sind enorm und die Bevölkerung in den betroffenen Gebieten braucht unsere ganze Unterstützung", sagte Platter.

(Quelle: S24)

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