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5.000 Flüchtlingskinder in Schulen erwartet

Im Bildungsministerium rechnet man aufgrund von Zahlen des Innenministeriums mit 5.000 zusätzlichen schulpflichtigen Kindern aufgrund der Flüchtlingssituation im neuen Schuljahr. Das sind etwas weniger als ein Prozent aller Kinder zwischen sechs und 14 Jahren, also im schulpflichtigen Alter, hieß es gegenüber der APA. Unklar ist aber die Verteilung auf die einzelnen Länder bzw. Schulen.

Da sich der Aufenthaltsort der Asylwerber durch neue Quartiere ändern kann, können die Landesschulräte nicht exakt planen. Insgesamt sollte es aber keine Platzprobleme geben: Die 5.000 Schüler entsprechen in etwa dem jährlichen demografischen Schülerrückgang. An Volksschulen, Haupt- und Neuen Mittelschulen gibt es laut Statistik Austria insgesamt etwas mehr als 28.000 Klassen - hochgerechnet käme damit in etwa in jede sechste Klasse ein Flüchtlingskind.

Auch die Klassenschülerhöchstzahl von 25 an den Pflichtschulen soll nicht überschritten werden. "Das geht sich sicher aus", hieß es etwa aus dem Wiener Stadtschulrat gegenüber der APA. Es gebe auch genügend Schulen mit Klassen mit nur 22 oder 23 Schülern: "Zur Not eröffnet man da oder dort eine neue Klasse."

Unterdessen wundert man sich in der SPÖ über die Aussagen des Vorsitzenden der Pflichtschullehrer-Gewerkschaft, Paul Kimberger (FCG), der dem Bildungsministerium unter anderem vorgeworfen hatte, die Rekrutierung von Lehrern unter den Flüchtlingen versäumt zu haben und zu wenige Schulpsychologen und Sozialarbeiter zur Unterstützung der Lehrer zu beschäftigen. "Es ist bedauerlich, dass Kimberger gerade ein so sensibles Thema wie Flüchtlingskinder für billige Polemik missbraucht. Gefordert sind jetzt nicht verbale Angriffe, sondern ein voller und gemeinsamer Einsatz für die Sache", so SPÖ-Bundesgeschäftsführer Gerhard Schmid in einer Aussendung.

Mit seiner Forderung nach mehr Schulpsychologen "rennt Kimberger mit großer Geste offene Türen ein. Denn es ist kein Geheimnis, dass das Bildungsministerium mehr Ressourcen benötigen wird", betonte Schmid. Deshalb verhandle Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) mit dem Finanzminister auch über zusätzliche Mittel.

Lehrer- und Schülervertreter forderten aufgrund der zu erwartenden zusätzlichen Schüler durch die Flüchtlingssituation mehr Personal. Man müsse etwa wie in den 1990-er Jahren Lehrer aus den Herkunftsländern der Flüchtlinge mit Sonderverträgen anstellen, so Kimberger im Ö1-"Morgenjournal".

(Quelle: S24)

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