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70 Prozent Fünfer in Mathe: Volksanwaltschaft prüft Zentralmatura

Die Volksanwaltschaft prüft in Sachen Zentralmatura. APA/HANS KLAUS TECHT
Die Volksanwaltschaft prüft in Sachen Zentralmatura.

Die Volksanwaltschaft prüft wieder einmal in Sachen Zentralmatura: Nach zu wenig Literatur 2014 stehen nun die möglichen schlechten Ergebnisse mancher Schulen bei den Mathematik-Klausuren im Fokus.

"Volksanwalt Peter Fichtenbauer nimmt sich den Sorgen der Schülerinnen, Schüler und der Eltern an und hat in diesem Fall umgehend ein amtswegiges Prüfverfahren eingeleitet", hieß es in einer Aussendung.

Taschenrechner vs. PC-Programme

"Nicht nur die scheinbar unverhältnismäßige Schwierigkeit der Aufgaben, sondern auch konkrete Vorgaben zu Prüfungsbedingungen in einzelnen Schulen sollen beleuchtet werden", betonte man weiter. "Wenn an manchen Schulen Taschenrechner, an anderen PC-Programme verwendet werden dürfen, ist die Vergleichbarkeit der Ergebnisse infrage zu stellen", so Fichtenbauer (FPÖ). Man erwarte sich eine Stellungnahme des Bildungsministeriums.

"Bildungsministerin muss sofort handeln"

"Es kann nicht sein, dass Schüler, die ohne Probleme bis in die Abschlussklassen aufsteigen, dann bei der Matura ausgesiebt werden - noch dazu mehr als die Hälfte aller Angetretenen", meinte auch FPÖ-Bildungssprecher Walter Rosenkranz in einer Aussendung. Die neue Bildungsministerin Sonja Hammerschmid (SPÖ) müsse sofort handeln. "Diese Mathematik-Matura zeigt, dass unsere Jugend Versuchskaninchen für SPÖ-Bildungsutopien ist. Möglicherweise hat das BMBF mit dieser schiefgelaufenen Zentralmatura den jungen Menschen ein Jahr gestohlen."

Bifie-Direktor will abwarten

Der Direktor des Bundesinstituts für Bildungsforschung (Bifie), Jürgen Horschinegg, tut sich mit der Bewertung der heurigen Mathe-Matura noch schwer: "Wir hören von Standorten, wo sie furchtbar ausgefallen sein soll, von anderen, dass sie angemessen war bzw. gut ausgefallen ist." Solange man keine validen Zahlen habe, fische man aber im Trüben: "Man kann das weder widerlegen noch für bare Münzen nehmen." Erst wenn man im Juni nach den Kompensationsprüfungen alle Daten habe, könne man wirklich die Zahlen gegenüberstellen - und auch dann wisse man noch nicht die Gründe.

(APA)

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 28.09.2021 um 11:46 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/70-prozent-fuenfer-in-mathe-volksanwaltschaft-prueft-zentralmatura-52159726

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