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70 Tote bei Kämpfen im somalisch-äthiopischen Grenzgebiet

Bei schweren Kämpfen zwischen einem somalischen Clan und einer paramilitärischen Polizeitruppe aus Äthiopien sind im Grenzgebiet beider Länder Dutzende Menschen getötet worden. Allein in den vergangenen sechs Tagen habe es mehr als 70 Opfer gegeben, darunter 20 Frauen, sagte der Gouverneur der somalischen Region Galgaduud, Hussein Ali Wehelie Irfo, am Dienstag.

Weitere 80 Menschen seien verletzt worden. Die paramilitärische Truppe "Liyu" war 2007 eingerichtet worden, um Aufständische in der äthiopischen Region Ogaden zu bekämpfen. Die größtenteils von Somaliern bewohnte Krisenregion gehört seit Ende des 19. Jahrhunderts zu Äthiopien, wird aber immer wieder von Somalia beansprucht.

Die mit einem somalischen Clan verbündete Polizeitruppe hatte den Angaben zufolge einen rivalisierenden Clan auf der somalischen Seite attackiert und 18 Dörfer in Brand gesteckt. Beide Seiten streiten schon lange über Landrechte. Der somalische Innenminister Abdirahman Mohamed Hussein Odowaa rief die äthiopische Regierung auf, einzuschreiten und mit dem Nachbarland über eine Lösung zu beraten.

(Quelle: S24)

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