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Airbag-Hersteller nimmt Zulieferer unter die Lupe

Takata verschärft Qualitätskontrollen Salzburg24
Takata verschärft Qualitätskontrollen

Der japanische Autozulieferer Takata verschärft nach dem Skandal um defekte Airbags die Qualitätskontrollen bei den Lieferanten. Bei einem Treffen mit mehr als 100 Zulieferern hätten Takata-Manager Mitte Oktober angekündigt, 40 Zulieferer von Schlüsselkomponenten bis zum Jahresende unter die Lupe zu nehmen, sagten Teilnehmer des Treffens am Wochenende.

Die übrigen Lieferanten sollten 2015 geprüft werden. "Takata ist bei der Qualitätskontrolle sehr strikt geworden", sagte ein Teilnehmer des Treffens.

Takata stellt weltweit jeden fünften Airbag her. Die eigentlich zur Erhöhung der Sicherheit eingebauten Luftkissen können allerdings bei einem Unfall, teilweise auch ohne Aufprall, explodieren, so dass heiße Metallteile umherfliegen. Deswegen sind bereits mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Unter anderem Honda, BMW, Ford, Chrysler, Nissan und Mazda haben Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten beordert.

In dem Gespräch mit den Zuliefern hätten Takata-Manager die Gründe für die Qualitätskontrollen nicht erläutert, sagten Teilnehmer des Treffens. Takata prüfe nicht nur Airbag-Zulieferer.

Nach Angaben von Zulieferern ähneln die Kontrollen den üblichen Inspektionen, allerdings gebe Takata nur noch sehr kurze Vorlaufzeiten. "Die Kontrolle war zuvor nicht geplant und wurde während des Treffens plötzlich angekündigt. Ein bis zwei Wochen später waren sie in meiner Fabrik", sagte ein Insider. Ein Takata-Sprecher wollte sich nicht dazu äußern.

(Quelle: S24)

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