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Lage sehr besorgniserregend

Sorge bei IAEA vor drohendem GAU in Saporischschja

Ruf nach eigener Sicherheitszone ums AKW

IAEA bereit, Sicherheitszone einzurichten

Die IAEA-Inspektoren waren im AKW Saporischschja. 

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) äußert in ihrem Bericht über den Zustand des ukrainischen Atomkraftwerks Saporischschja die Sorge vor einem drohenden nuklearen Unfall. Erforderlich seien sofortige Maßnahmen, um dies zu verhindern, inklusive einer Sicherheitszone rund um das Kernkraftwerk.

Vor einem GAU in Saporischschja sorgt sich die IAEA, heißt es in dem am Dienstag veröffentlichten Bericht der UNO-Behörde, der die Erkenntnisse des Besuchs von Experten in Europas größtem AKW vergangene Woche zusammenfasst.

Lage derzeit sehr besorgniserregend

Die IAEA stehe bereit, um umgehend eine solche Zone einzurichten. Die Situation an dem Kraftwerk sei sehr besorgniserregend. Es seien bei der Untersuchung auch Schäden nahe der insgesamt sechs Reaktoren sowie der Lagerstätten von nuklearem Abfall festgestellt worden, heißt es weiter. Es seien zwar bereits einige Arbeiten ausgeführt worden, um die Schäden zu beheben, diese seien aber noch nicht abgeschlossen.

Soldaten überwachen Techniker in Saporischschja

Die IAEA-Inspektoren hätten bei ihrem Besuch in dem AKW die Präsenz russischen Militärpersonals sowie Fahrzeuge und Ausrüstung der Streitkräfte festgestellt. Die von russischen Soldaten überwachten ukrainischen Techniker des Kraftwerks seien großem Stress ausgesetzt, der zu menschlichem Versagen führen könne.

Zuvor hatte das ukrainische Militär nach eigenen Angaben vier russische Munitionsdepots in der Region Cherson zerstört. Auch würden Brücken über den Dnipro unter Beschuss genommen, teilte das Südkommando der ukrainischen Streitkräfte mit.

(Quelle: APA)

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