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Alle Asylwerber aus oberösterreichischen Schulen umgesiedelt

In OÖ sind am Freitag die letzten Flüchtlinge aus Übergangsquartieren in Schulen in andere Unterkünfte umgezogen. Dennoch habe man genug Plätze, damit das Durchgriffsrecht des Bundes nicht zur Anwendung kommt, so LH Josef Pühringer (ÖVP) und die zuständige Landesrätin Gertraud Jahn (SPÖ) in einer Pressekonferenz. Jahn erwartet, dass das Land monatlich rund 1.000 neue Quartiere organisieren muss.

Per 3. September waren in Oberösterreich 7.583 Kriegsflüchtlinge untergebracht, davon 6.829 in der Grundversorgung des Landes. Im Juli und August wurden mehr als 2.100 neue Plätze geschaffen, in die u.a. auch jene 816 vorübergehend in Schulen untergebrachten Personen umgesiedelt wurden. Mit Freitag waren alle Schulen und Internate wieder geräumt. Einzige Ausnahme ist die Pädagogische Hochschule in Linz (23 Plätze), wo der Studienbetrieb allerdings noch nicht am 14. September beginnt.

Für September dürften nach Schätzungen des Innenministeriums 1.370 neue Plätze nötig sein, Jahn stellt sich aber auf 1.600 ein. 1.523 Landesplätze wurden bereits fixiert, weitere 200 haben gute Chancen auf Realisierung, hinzu kommen 100 Bundesquartiere in Containern in Hörsching. Aktuell sind in 172 der 442 oberösterreichischen Gemeinden Flüchtlinge untergebracht. Jahn rechnet damit, dass es bis Jahresende in 50 Prozent der Kommunen Quartiere geben werde. "Mein Ziel ist, dass jede Gemeinde einen Beitrag leistet", etwa in der Größenordnung von 15 oder 20 Personen.

"Ich bin sehr stolz, dass meine Strategie, Quartiere in überschaubaren Größen zu schaffen, wirklich aufgeht", sagte Jahn. "Es entsteht eine enorme Welle der Hilfsbereitschaft, sobald man die Menschen kennenlernt", dann würden sich viele Freiwillige melden und helfen wollen, so die Landesrätin. "Dort, wo keine Flüchtlinge untergebracht sind, ist die Stimmung kritischer als dort, wo einige sind", berichtete auch Pühringer. Dennoch bleibe die Unterbringung eine "unendlich große Herausforderung", es werde immer schwieriger noch neue Quartiere aufzutreiben: "Bei der Quartiersuche ist es wie beim Abnehmen. Da gehen die ersten Kilos auch leichter", meinte der LH.

(Quelle: S24)

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