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Amnesty prangert Situation von Bergarbeitern in Südafrika an

Immer wieder machen die Arbeiter auf ihre Misere aufmerksam Salzburg24
Immer wieder machen die Arbeiter auf ihre Misere aufmerksam

Bergarbeiter der südafrikanischen Marikana-Mine leben nach Angaben von Amnesty International unter "entsetzlichen Bedingungen". Viele der rund 20.000 Arbeiter der Platinum-Mine seien in Wellblechhütten in Armenvierteln rund um die Mine untergebracht, berichtete die Menschenrechtsorganisation am Montag.

Es sei völlig unverantwortlich, dass der in London an der Börse notierte Mineneigentümer Lonmin Plc auch nach dem Massaker an Bergarbeitern von 2012 fast nichts zur Verbesserung der Situation getan habe, kritisierte der Amnesty-Landesdirektor für Südafrika, Deprose Muchena. "Lonmin weiß, dass die furchtbaren Wohnbedingungen mitverantwortlich waren für die Proteste vor vier Jahren", sagte er. 

2010 hatten in der Mine nordwestlich von Johannesburg Hunderte Kumpel gestreikt, um ihrer Forderung nach mehr Lohn und besseren Lebensbedingungen Nachdruck zu verleihen. Im Verlauf des langen Ausstands kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. Am 16. August erschossen Polizisten 34 Arbeiter, weitere 70 wurden verletzt. Kein direkt beteiligter Polizist wurde dafür belangt. Es war der tödlichste Polizeieinsatz in Südafrika seit 1960.

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