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Weniger behandelt

Andere Patienten leiden unter Corona-Krise

Gesundheitssysteme durch Pandemie schwer belastet

Die Behandlung von anderweitig Kranken wurde vielfach eingeschränkt
Die Behandlung anderweitig Kranker wurde vielfach eingeschränkt.

Die Corona-Pandemie hat die Versorgung von anderweitig Kranken weltweit schwer beeinträchtigt. Das geht aus einer Umfrage der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in 155 Ländern hervor. "Länder müssen innovative Lösungen finden, um während des Kampfes gegen Covid-19 die wichtigen Gesundheitsdienste auch bei nicht übertragbaren Krankheiten aufrechtzuerhalten", so WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.

Nach der Umfrage mussten 31 Prozent der Länder die Versorgung bei akuten Herz-Kreislauf-Problemen einschränken oder ganz unterbrechen. 42 Prozent beschnitten die Versorgung bei Krebspatienten, 49 Prozent bei Diabetes-Patienten und mehr als die Hälfte konnte die Versorgung bei Menschen mit Bluthochdruck nicht wie sonst aufrechterhalten. Reha-Programme wurden in 63 Prozent der Länder zurückgefahren. Vorsorgeprogramme, etwa zur Erkennung von Brustkrebs, waren auch betroffen. Besonders stark waren die Einschnitte in Ländern mit niedrigen Einkommen.

Spitalspersonal für Covid-19-Behandlung abgezogen

In den meisten Fällen wurden Termine abgesagt, weil Personal für die Behandlung von Covid-19-Patienten abgezogen wurde, oder weil Menschen wegen der Ausgehbeschränkungen nicht zu Terminen kommen konnten. An nicht übertragbaren Krankheiten sterben nach Schätzungen der WHO jedes Jahr 41 Millionen Menschen. Das sind 71 Prozent der Todesfälle weltweit.

(Quelle: Apa/Dpa)

Aufgerufen am 14.07.2020 um 03:39 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/andere-patienten-wegen-covid-19-fokus-weniger-behandelt-88336321

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