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Angeklagte im Aliyev-Prozess sind wieder in U-Haft

Koshlyak (links) und Mussayev (rechts) leisteten keinen Widerstand Salzburg24
Koshlyak (links) und Mussayev (rechts) leisteten keinen Widerstand

Der ehemalige Chef des kasachischen Geheimdiensts KNB, Alnur Mussayev, und der frühere Sicherheitsberater des kasachischen Ex-Botschafters Rakhat Aliyev, Vadim Koshlyak, befinden sich seit Montag wieder in U-Haft. Das Wiener Oberlandesgericht (OLG) gab einer Beschwerde der Staatsanwaltschaft Wien gegen die Enthaftung der beiden Angeklagten im Aliyev-Prozess statt.

Mussayev und Koshlyak waren am 29. April während der gegen sie laufenden Hauptverhandlung im Prozess um die Ermordung zweier kasachischer Geschäftsmänner aus der U-Haft entlassen worden. Der Richtersenat unter Vorsitz von Andreas Böhm hatte den dringenden Tatverdacht nicht mehr als gegeben angesehen.

Das OLG sieht hingegen weiterhin den dringenden Tatverdacht gegeben. Wie Gerichtssprecher Reinhard Hinger der APA am Montag sagte, sei diese Einschätzung nach der Vernehmung von "erst sechs Zeugen" "nicht erschüttert" worden.

Hinger wies darauf hin, dass bei Mordverdacht die U-Haft "obligatorisch" sei. Die Fluchtgefahr sei zudem auch in diesem Fall "nicht auszuschließen". Er erinnerte, dass das OLG bereits in der Vergangenheit wiederholt von einem dringenden Tatverdacht gegenüber den beiden Angeklagten ausgegangen war.

Die Festnahmeanordnung wurde am Montag gegen 6.30 Uhr vollzogen, berichtete Walter Engler, Koslyhaks Verteidiger, der APA.

Den beiden Männern wird vorgeworfen, gemeinsam mit Aliyev zwei Geschäftsleute entführt und ermordet zu haben. Aliyev selbst war am 24. Februar 2015 kurz vor Prozessbeginn erhängt in seiner Zelle in der Justizanstalt Wien-Josefstadt aufgefunden worden. Er war der in Ungnade gefallene frühere Schwiegersohn des kasachischen Langzeitpräsidenten Nursultan Nasarbajew gewesen.

(Quelle: S24)

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