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Anglikanische Kirche ernennt erstmals Bischöfin

Vikarin Libby Lane fühlt sich geehrt Salzburg24
Vikarin Libby Lane fühlt sich geehrt

Erstmals in der Geschichte ihres Bestehens hat die anglikanische Kirche von England eine Bischöfin ernannt. Bereits einen Monat nach der Verabschiedung einer historischen Reform wurde die Vikarin Libby Lane am Mittwoch zur Bischöfin von Stockport im Nordwesten des Landes berufen.

"Es ist ein außerordentlicher Tag für mich und (...) auch ein historischer Tag für die Kirche", sagte Lane. "Es ist eine unerwartete Freude für mich, heute hier zu sein", fügte sie hinzu. Sie sei "geehrt und dankbar" - und auch "aufgeregt (...), dass man mir ein solches Amt anvertraut hat".

Großbritanniens Premierminister David Cameron begrüßte die Ernennung Lanes als "historisch". Die Personalie sei bereits von Königin Elizabeth II., dem Oberhaupt der Anglikanischen Kirche, bestätigt worden. Sie sei "ein wichtiger Schritt der Kirche in Richtung mehr Gleichberechtigung in ihren höheren Rängen". Die Regierung werde noch diese Woche eine Gesetzesänderung einbringen, wonach künftig auch Bischöfinnen - wie einige ihrer männlichen Kollegen - Mitglied des Oberhauses werden können.

Die Generalsynode der anglikanischen Kirche hatte Mitte November der "Kanon 33" genannten Reform zugestimmt, die das Bischofsamt nun auch für Frauen öffnet. Bereits 1992 war das Priesteramt für Frauen zugänglich gemacht worden. Einige anglikanische Kirchen ließen seitdem auch weibliche Bischöfe zu, darunter die Kirchen von Wales, Kanada, Australien und den USA.

In der Kirche von England scheiterte eine entsprechende Reform noch im Jahr 2012 an konservativem Widerstand. Die Anglikaner haben weltweit in mehr als 165 Ländern rund 80 Millionen Anhänger und mit Königin Elisabeth II. ein weibliches Oberhaupt.

(Quelle: S24)

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