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36-Jähriger bleibt unentdeckt

Mann harrt monatelang am Flughafen aus

Aus Angst vor Corona-Infektion am Chicago Airport versteckt

Drei Monate lang hat ein Mann unentdeckt auf dem Flughafen von Chicago (USA) gelebt. Der 36 Jahre alte Aditya Singh hatte Angst vor einer Infektion mit dem Coronavirus und war deswegen nicht nach Kalifornien zurückgekehrt.

Weil er sich wegen der Corona-Pandemie vor dem Fliegen fürchtete, versteckte sich Aditya Singh etwa drei Monate lang im Sicherheitsbereich des Flughafen Chicagos. Nun wurde der 36-Jährige festgenommen und wegen Hausfriedensbruch, Aufenthalt in einem Sperrgebiet eines Flughafens und Diebstahls angeklagt. Das berichtete der "Chicago Tribune". Wie das Blatt schreibt, habe er ursprünglich über Chicago in seine Heimat nach Indien reisen wollen. Doch daraus wurde nichts.

Wie Singh am Flughafen Chicago überlebte

In den letzten Wochen und Monaten bettelte er bei anderen Reisenden um Nahrung. Als er von zwei Airline-Mitarbeitern angesprochen wurde, legte er seine Maske ab und zeigte einen Flughafen-Ausweis vor. Jedoch gehörte der Ausweis einem Mitarbeiter, der diesen verlor. Rasch flog so der Schwindel nach 98 Tagen auf und die Polizei nahm Singh in Gewahrsam.

Bei der Anhörung plagte die Haftrichterin die Frage, wie jemand so lange unentdeckt im Sicherheitsbereich eines Flughafens bleiben könnte. Sie entschied am Sonntag, dass er gegen eine Kautionszahlung in Höhe von 1.000 US-Dollar freigelassen werde. Doch Singh hatte nicht genügend Geld dabei, deshalb muss er im Gefängnis bleiben. Den Flughafen in Chicago darf er nie wieder betreten.

(Quelle: SALZBURG24)

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