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Manöver in Ägäis

Athen sieht türkische Drohungen als "Größenwahn"

Türkei spricht von Kriegsgrund

20200828_PD8248.HR.jpg AFP/LOUISA GOULIAMAKI
Die Türkei hatte Griechenland für den Fall einer Ausdehnung seiner Territorialgewässer in der Ägäis offen mit dem Militär gedroht.

Im Streit um Erdgasvorkommen im östlichen Mittelmeer überziehen sich die NATO-Partner Griechenland und Türkei weiter mit Vorwürfen. Der griechische Energieminister Kostis Chatzidakis hielt der Türkei am Sonntag vor, mit Kriegsdrohungen eine Politik wie im 19. Jahrhundert zu betreiben. "Der Größenwahn und die Wichtigtuerei auf der anderen Seite der Ägäis sind ein schlechter Berater."

Die Türkei hatte Griechenland zuvor für den Fall einer Ausdehnung seiner Territorialgewässer in der Ägäis offen mit dem Militär gedroht. "Wenn das kein Kriegsgrund ist, was denn sonst?", sagte Vizepräsident Fuat Oktay der staatlichen türkischen Nachrichtenagentur Anadolu zufolge am Samstag. Griechenlands Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis hatte angekündigt, die griechische Hoheitszone im - Italien zugewandten - Ionischen Meer von sechs auf zwölf Seemeilen auszudehnen.

Erdgas-Streit: Große Vorkommen im Mittelmeer vermutet

Im östlichen Mittelmeer werden große Erdgasvorkommen vermutet. Die Türkei erkundet den Untergrund in Seegebieten, die von Zypern oder Griechenland beansprucht werden. Die griechischen und türkischen Streitkräfte halten Manöver in der Region ab. Der Konflikt hat eine lange Vorgeschichte. Das türkische Parlament hatte auch schon 1995 eine Ausdehnung der griechischen Hoheitsgewässer in der Ägäis zum "Kriegsgrund" erklärt.

(Quelle: Apa/Dpa)

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