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Atomabkommen mit dem Iran nimmt Form an

Iranischer Vizeaußenminister Abbas Araghchi Salzburg24
Iranischer Vizeaußenminister Abbas Araghchi

Nach iranischen Angaben nimmt das Atomabkommen mit den fünf UNO-Vetomächten und Deutschland allmählich Form an. Zum ersten Mal machte Teheran Angaben dazu, wie das für Ende des Monats geplante umfassende Abkommen aussehen könnte. "Das Abkommen selbst hat ungefähr 20 Seiten, hinzu kommt ein Anhang mit weiteren 40 bis 50 Seiten", sagte Verhandler Abbas Araghchi am Samstag in Wien iranischen Medien.

Der Iran und Vertreter der internationalen Gemeinschaft trafen sich am Freitag und Samstag in der Bundeshauptstadt, die auch Sitz der internationalen Atombehörde IAEA ist, zu einer Gesprächsrunde. Der Entwurf für das Abkommen zur Beilegung des zwölfjährigen Streits sei aber noch nicht fertig und weise noch viele Lücken auf, sagte Araghchi, der Vize-Außenminister der Teheraner Regierung ist.

In den Anhängen seien Vereinbarungen für technische Kontrollen des iranischen Atomprogramms sowie zur Aufhebung von Sanktionen gegen den Iran enthalten, meldete die Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf Araghchi weiter. Außerdem werde es dort auch Bestimmungen zu einem Kontrollgremium für die Umsetzung des Abkommens sowie zur internationalen Zusammenarbeit mit dem Iran bei seinen zivilen Atomprojekten.

Araghchi berichtete von immer noch großem Misstrauen zwischen beiden Seiten. "Tatsache ist, dass beide Seiten sich nicht trauen", sagte die Nummer Zwei des iranischen Atomverhandlungsteams. Der Westen will verhindern, dass der Iran in den Besitz von Atomwaffen gelangt. Der Iran dementiert das und will die Aufhebung lähmender Sanktionen.

(Quelle: S24)

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