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Auch Brückenbau von Waagner-Biro ist insolvent

Waagner-Imperium fällt auseinander APA
Waagner-Imperium fällt auseinander

Nach den Insolvenzen der Waagner Biro (Holding) und deren Tochter SBE Alpha ist nun auch die Brückenbausparte pleite. Die in Wien ansässige Waagner-Biro Bridge Systems AG ist nach eigenen Angaben nicht überschuldet, aber zahlungsunfähig. Laut AKV soll das Unternehmen durch eine Zusage einer Bank, die eine Fortführungsfinanzierung übernommen hat, weitergeführt werden.

Gleich nach der Insolvenzanmeldung wurde am Handelsgericht Wien Freitagmittag das Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung über die Waagner-Biro Bridge Systems eröffnet. Zum Masseverwalter wurde der Wiener Rechtsanwalt Matthias Schmidt bestellt. Gläubiger können ihre Forderungen bis 5. Dezember anmelden - also bis zwei Tage vor Ende der Angebotsfrist für Übernahmeinteressenten. Das Unternehmen soll ja entschuldet kurzfristig verkauft werden.

Prüfungstagsatzung ist kurz vor Weihnachten, am 19. Dezember. Die Sanierungstagsatzung ist am 28. Jänner 2019, schrieben die Gläubigerschutzverbände unter Berufung auf die Ediktsdatei.

Die Brückenbaufirma soll über einen Sanierungsplan entschuldet werden. Die Gläubigerschutzverbände nannten am Freitag erste Details aus dem Insolvenzantrag.

Demnach beziffert der AKV die Gesamtverbindlichkeiten mit gelegten Garantien, die voraussichtlich gezogen werden, mit 72,6 Mio. Euro. Im Kreditschutzverband KSV 1870 werden die Passiva inklusive Ab- und Aussonderungsrechten mit 77,6 Mio. Euro beziffert. Die Aktiva werden mit rund 13,1 Mio. Euro angesetzt.

Neben den bereits zur Kündigung angemeldeten 40 Mitarbeitern sind von der am Freitag angemeldeten Insolvenz (Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung) 125 Gläubiger betroffen, davon 89 inländische. Es wird eine Sanierungsplanquote von 20 Prozent binnen zwei Jahren ab Annahme des Sanierungsplans angeboten.

Der Eintritt in die Insolvenz wird mit Problemen im Zusammenhang mit einem Projekt für die Lieferung von Paneelbrücken begründet.

Waagner-Biro ist seit 160 Jahren Brückenbauer. Zu den prestigeträchtigen Großprojekten zählen die Donaubrücken in Wien, die Rethe Klappbrücke in Hamburg oder auch die längste Hängebrücke in Peru, wie der KSV heute hervorhob.

Freie liquide Mittel hat die Firma (Umsatz 2017: 73,1 Mio. Euro, Betriebsergebnis 4,2 Mio. Euro) aktuell nicht mehr. Es wird aber auf Finanzierungszusagen von Banken verwiesen.

(APA)

Aufgerufen am 14.11.2018 um 01:46 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/auch-brueckenbau-von-waagner-biro-ist-insolvent-60785287

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