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Aufregung um "Mordaufruf" gegen Innenminister Herbert Kickl

Der Kommentar eines Facebook-User wird als Mordaufruf gegen Innenminister Kickl gewertet. APA/Georg Hochmuth/Archiv
Der Kommentar eines Facebook-User wird als Mordaufruf gegen Innenminister Kickl gewertet.

Ein Kommentar auf der Facebook-Seite des Grünen-Politikers Karl Öllinger sorgt für Aufregung bei der FPÖ: Ein Beitrag wird als "Mordaufruf" gegen Innenminister Herbert Kickl gewertet. Vizekanzler Heinz-Christian Strache wütet auf Facebook, Öllinger selbst gibt an, gleich reagiert zu haben und schießt weiter gegen die FPÖ.

Anstoß zur Aufregung war ein Posting Öllingers am Sonntag. Darin kritisiert er ein "Anfüttern" von Facebook-Fans auf der Seite von Herbert Kickl, dabei sollen mit einem Gewinnspiel mehr "Likes" generiert werden. Der Gewinner dürfe dann am 13. Jänner bei dem FPÖ-Neujahrstreffen in der Pyramide Vösendorf (Bezirk Mödling) in Niederösterreich teilnehmen und am Tisch der FPÖ-Spitze Platz nehmen.

User mit Stauffenberg-Kommentar: Mordaufruf?

Ein User auf Öllingers Facebook-Seite hinterließ dabei den Kommentar "man könnte ja unterm Tisch wie Stauffenberg…" -  eine klare Anspielung auf das misslungene Bombenattentat am 20. Juli 1944 auf Adolf Hitler. Dieser Kommentar sorgte bei der FPÖ für Aufregung, HC Strache kommentierte die Aussage mit: "Ohne Worte! Man stelle sich vor, es hätte diesen 'Aufruf' auf einer FPÖ Seite gegeben."

Öllinger beschwichtigt und schießt weiter gegen FPÖ

Karl Öllinger spricht dabei von einem "witzig gemeinten", aber auch "deplatzierten Kommentar". Er gibt in einem weiteren Posting an, umgehend reagiert und den Kommentar gelöscht zu haben. Dann feuert er weiter gegen die Arbeitsweise "mancher Rechter". Demnach soll ein FPÖ-naher User, der sich auf Öllingers Seite besonders über die Stauffenberg-Aussage echauffierte, auch dazu aufgerufen haben, bei der am 13. Jänner stattfindenden Demo gegen Schwarz-Blau Steine mitzubringen. Auch dieser Kommentar sei von Öllinger umgehend gelöscht.

Ob der Facebook-Streit auch rechtliche Konsequenzen hat, ist derzeit noch nicht bekannt.

(Quelle: S24)

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