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Protest gegen Rassismus

Ausschreitungen in Belgien: 9 Polizisten im Spital

Zahlreiche Geschäfte angegriffen und geplündert

Meldungsliste(1)(15).jpg APA/AFP/JOHN THYS
In Belgien kommt es immer wieder zu Protesten gegen Rassismus.

Bei Zusammenstößen mit bis zu 300 Demonstranten sind im belgischen Lüttich 36 Polizisten verletzt worden. Neun Beamte seien nach dem Vorfall vom Samstag in Krankenhäuser gebracht worden, teilte die Polizei am Sonntag mit.

Zehn der etwas 200 bis 300 Demonstranten seien festgenommen worden, sagte der Polizeichef der Stadt, Christian Beaupère. Während der Ausschreitungen wurden den Polizeiangaben zufolge Geschäfte und Schnellimbisse angegriffen, einige auch geplündert.

Festnahme einer Frau als möglicher Auslöser

Auslöser für den Zusammenstoß war möglicherweise die Festnahme einer schwarzen Frau auf einem zentralen Platz der Stadt wenige Tage zuvor. Weitere Einzelheiten dazu lagen zunächst nicht vor. Demonstranten bewarfen nach Medienberichten Beamte mit Objekten und benutzten Tränengas. Die Polizei habe die Ordnung "in einer sehr schwierigen Lage" schnell wiederherstellen können, sagte Beaupère. Demnach waren etwa 250 Beamte vor Ort, zum Einsatz kamen auch Wasserkanonen.

Immer wieder Proteste gegen Rassismus in Belgien

Die Polizei vertritt die Ansicht, dass die Schäden geplant waren und die Festnahme einer Frau nur als Vorwand diente. Die 200 bis 300 Menschen seien aus verschiedenen Orten gekommen und innerhalb weniger Minuten aufgetaucht, um den Schaden anzurichten, sagte Beaupère. In Belgien gab es im vergangenen Jahr eine Reihe von Protesten gegen Rassismus innerhalb der Polizei.

(Quelle: APA)

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