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Australien

Größter Buschbrand unter Kontrolle

Fläche größer als Salzburg vernichtet

Feuerwehrleute kämpfen seit Oktober gegen Flammen
This picture taken on December 31, 2019 shows firefighters struggling against the strong wind in an effort to secure nearby houses from bushfires near the town of Nowra in the Australian state of New South Wales. (Photo by SAEED KHAN / AFP)

Die Feuerwehr in Australien hat nach langem Kampf den größten der dort seit Monaten tobenden Buschbrände unter Kontrolle gebracht. Die Feuerwehr im Bundesstaat New South Wales teilte am Montag mit, sie habe endlich das gigantische "Gospers Mountain Fire" nahe der Millionenmetropole Sydney eindämmen können. Dutzende andere Brände sind in Australien allerdings weiterhin außer Kontrolle.

Der regionale Feuerwehrchef Shane Fitzsimmons zeigte sich zuversichtlich, dass die Einsatzkräfte den Brand weiter unter Kontrolle halten könnten. Das "Gospers Mountain Fire" war Ende Oktober im Wollemi-Nationalpark ausgebrochen. Es schloss sich mit anderen Feuern zu einem Mega-Brand zusammen und vernichtete mehr als 800.000 Hektar - eine Fläche größer als das Bundesland Salzburg. Die Hoffnungen auf eine weitere Eindämmung der Buschbrände wird durch die Wettervorhersagen genährt. Die Meteorologen sagten Regenfälle von bis zu 50 Millimetern in den kommenden Tagen in manchen Brandgebieten voraus.

Kaum Überlebenschancen für Koalas

Unterdessen haben tausende Menschen in Neuseeland an die Regierung appelliert, von den australischen Buschbränden bedrohte Koalas ins Land zu holen. Bis Montag wurde die Petition der Organisation namens "Koala Relocation Society" (Gesellschaft zur Umsiedlung von Koalas) von rund 7.500 Menschen unterzeichnet. Die Koala Relocation Society argumentiert, dass die Koala-Art in Australien praktisch keine Überlebenschance mehr habe. In Neuseeland fänden die Koalas hingegen wegen der dortigen fast 30.000 Hektar großen Fläche mit Eukalyptusbäumen gute Lebensbedingungen vor. Die Tiere ernähren sich von den Blättern dieser Bäume.

Ein Sprecher der neuseeländischen Premierministerin Jacinda Ardern erteilte der Forderung allerdings eine Absage. Neuseeland konzentriere sich darauf, beim Kampf gegen die Feuer in Australien zu helfen, so dass die Koalas in ihrem natürlichen Lebensraum bleiben könnten, sagte er. Koalabären sind in Neuseeland nicht heimisch. Den seit Monaten wütenden Buschbränden sind nach Angaben von Tierschützern zehntausende Koalas zum Opfer gefallen. Viele ihrer Lebensräume wurden durch die Feuer vernichtet.

(Quelle: Apa/Ag.)

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