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"Ausweitung der Empathiezone": Kulturpreisgala in St. Pölten

Im Festspielhaus St. Pölten sind am Freitagabend im Rahmen der alljährlichen Galaveranstaltung die Kulturpreise des Landes Niederösterreich vergeben worden. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) überreichte acht mit jeweils 11.000 Euro dotierte Würdigungspreise (W) und 16 Anerkennungspreis (A) zu je 4.000 Euro, Autorin Cornelia Travnicek ("Chucks") hielt die anhaltend akklamierte Festrede.

Die Preisträger des Jahres 2018 sind in der Sparte Medienkunst, Experimental- und Animationsfilm Eve Heller (W), Christiana Perschon und Viktoria Schmid (A). Im Bereich Bildende Kunst wurden Ernst Skricka (W), Ines Hochgerner und Christina Werner (A) ausgezeichnet. Geehrt in der Kategorie Erwachsenenbildung wurden Rosemarie Rupp (W), Bob Martens und Herbert Peter sowie der Verschönerungsverein Eichenbrunn (A).

Den Würdigungspreis für Literatur erhielt die 95-jährige Schriftstellerin Ilse Helbich, Anerkennungspreise gingen an Milena Michiko Flasar und Magda Woitzuck. Für Musik wurden Christian Altenburger (W), Hannes Raffaseder und der Verein "Podium Festival Österreich" gewürdigt, für Volkskultur und Kulturinitiativen Isolde Kerndl (W), der Familiengesang Knöpfl und das Forumschlosswolkersdorf. 

Der Sonderpreis für "Hochwertiges Bauen in sensibler Umgebung" wurde Christian Jabornegg und Andras Palffy, Barbara und Christoph Beranek-Pauschitz sowie Horst Zauner zugesprochen. Den Würdigungspreis für Architektur nahmen Marie-Therese Harnoncourt-Fuchs und Ernst J. Fuchs ("the next ENTERprise Architects zt GmbH") entgegen, Anerkennungspreise gingen an Franz Gschwandtner und poppe*prehal Architekten.  

Mikl-Leitner bezeichnete in ihrer Ansprache Persönlichkeit, Menschlichkeit und Empathie als unverzichtbare Werte im Zeitalter neuer Technologien und appellierte, wachsam, achtsam und sensibel mit Entwicklungen umzugehen. Künstler seien für die Gesellschaft wichtige Mahner, Berater und Begleiter, so die Landeshauptfrau, die auch auf das Datum des Novemberpogroms vor genau 80 Jahren hinwies.

Für eine "Ausweitung der Empathiezone" plädierte auch Travnicek, deren Rede "Unser aller 35. Mai" an Erich Kästner erinnerte, mit dessen Worten sie auch schloss: "Ich bin der Dichter, der Euch anfleht und beschwört, Ihr seid das Volk, das nie auf seine Dichter hört." Logik und Fantasie, Literatur und Wissenschaft, Kreativität und Vernunft schließen einander nicht aus, so die Schriftstellerin und Informatikerin.

Durch die Veranstaltung führten Veronika Glatzner und Karl Hohenlohe. Für schwungvolle musikalische Gestaltung sorgte das Ensemble Velvet Elevator, Lorenz Raab fungierte als Solist. 

(APA)

Aufgerufen am 14.11.2018 um 03:12 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/ausweitung-der-empathiezone-kulturpreisgala-in-st-poelten-60791431

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