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Warum das so ist

Das Auto ist ein Corona-Gewinner

Pkw beliebter als Öffis

Das Privat-PKW wird in der Coronakrise mehr genutzt als davor (Archiv)
Günstige Autokredite, staatliche Zuschüsse für Elektroautos und eine Konjunkturerholung nach der Krise dürften die Nachfrage antreiben. (SYMBOLBILD)

Die Corona-Pandemie hat die Nutzung des eigenen Autos und die Kaufabsichten einer Studie zufolge stark erhöht. "87 Prozent der Verbraucher weltweit bevorzugen die Nutzung eines privaten Fahrzeugs, um sicher unterwegs zu sein", teilte die Unternehmensberatung Capgemini nach der Befragung von 11.000 Verbrauchern mit.

Zu Beginn der Pandemie seien es nur 57 Prozent gewesen. Weltweit 78 Prozent der Befragten ziehen demnach "ihr eigenes Fahrzeug öffentlichen Verkehrsmitteln vor. Der Anteil der Befragten, die in den nächsten zwölf Monaten ein eigenes Auto kaufen möchten, stieg seit April von 35 auf 46 Prozent.

Nachfrage nach Auto gestiegen

Günstige Autokredite, staatliche Zuschüsse für Elektroautos und eine Konjunkturerholung nach der Krise dürften laut der Studie die Nachfrage antreiben. Doch gut die Hälfte der, die einen Autokauf erwägen, habe die Wünsche heruntergeschraubt: Es würde nun ein kleineres Auto und weniger Ausstattung vorgezogen. Das werde die Gewinnmarge der Autohersteller drücken.

Die Unternehmensberatung Capgemini hatte im April 2020 und im Oktober und November 2020 jeweils 11.000 Verbraucher in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien, den Niederlanden, Schweden, Norwegen, den USA, Indien und China befragt. Die in die Studie einbezogenen Länder repräsentieren 62 Prozent der weltweiten jährlichen Pkw-Verkäufe im Jahr 2019.

(Quelle: Apa/Dpa)

Was wir so alles im Auto machen

symb_Autofahrer symb_autofahren Pixabay
(SYMBOLBILD)

Das Auto ist für die Österreicher mehr als nur ein Fortbewegungsmittel – es wird mehr darin gemacht, als nur von A nach B gefahren. Zu den Klassikern gehören Singen und Selbstgespräche. Ersteres gehört für acht von zehn Befragten zum Autofahren hinzu.

Frauen (83 Prozent) leben ihre musikalische Ader etwas freizügiger aus als Männer (78 Prozent). Zwei Drittel gaben an, den Pkw für Selbstgespräche zu nutzen, ergab eine Umfrage von AutoScout24.at unter 500 Österreichern.

 

Schon mal im Auto umgezogen?

Auch als ausgelagertes Badezimmer fungieren fahrbare Untersätze. Am weitesten verbreitet ist das Wechseln der Kleidung: sieben von zehn Befragten haben sich schon einmal im Auto umgezogen. Zudem haben sich 44 Prozent der befragten Frauen bereits einmal im Auto geschminkt oder die Nägel lackiert, beinahe jeder Siebte hat schon einmal die Zahnpflege in den fahrbaren Untersatz verlegt und immerhin sieben Prozent haben sich schon einmal rasiert.

Auto auch zum Arbeiten

In Zeiten von Corona, in denen Homeoffice und Platzmangel keine Seltenheit sind, wundert es nicht, dass mehr als die Hälfte der Befragten (56 Prozent) das Auto bereits einmal zum Arbeiten genutzt hat. Rund ein Drittel hat sich schon einmal auf ein berufliches Meeting oder ein Bewerbungsgespräch vorbereitet.

Jeder Zweite hat Sex im Auto

Auch zu zweit verbringen die Österreicher Zeit im Pkw - nicht nur beim Fahren. So gibt jeder Zweite an, bereits einmal Sex im Auto gehabt zu haben, ein Fünftel hat im fahrbaren Untersatz das erste Date zugebracht.

30 Prozent haben Rausch im Auto ausgeschlafen

Auch verbotene und gefährliche Unternehmungen fanden bereits im Zusammenhang mit dem Pkw statt. So sind 30 Prozent bereits einmal im Kofferraum mitgefahren (Männer 35 Prozent, Frauen 24 Prozent), 28 Prozent haben schon einmal den Rausch im Auto ausgeschlafen (Männer 39 Prozent, Frauen 17 Prozent). Ein Viertel (Männer 34 Prozent, Frauen 13 Prozent) hat schon einmal versucht zu driften, Donuts zu fahren oder das Auto nur auf einer Seite auf zwei Reifen zu fahren.

(Die Innofact AG hat im Jänner 2021 für die Umfrage im Auftrag von AutoScout24 500 Autofahrer im Alter von 18 bis 65 Jahre befragt.)

Aufgerufen am 20.06.2021 um 03:11 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/auto-ist-gewinner-der-corona-pandemie-99143785

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