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Baku und Eriwan berichten von Blutvergießen in Berg-Karabach

Im Konflikt zwischen den Südkaukasusrepubliken Armenien und Aserbaidschan um die Region Berg-Karabach hat es bei neuen Gefechten nach offiziellen Angaben mehrere Tote gegeben. Mindestens fünf armenische Soldaten seien getötet worden, meldete die aserbaidschanische Staatsagentur Azertag am Montag in Baku.

Ein Sprecher der Behörden in der armenischen Hauptstadt Eriwan dementierte die Berichte. Im Grenzgebiet zu Berg-Karabach sei die Lage aber gespannt, sagte er der Agentur Tass zufolge. Die Armee des überwiegend von Armeniern bewohnten Berg-Karabach teilte mit, bei Gefechten seien mindestens vier Aserbaidschaner getötet worden.

Berg-Karabach gehört völkerrechtlich zur ölreichen Ex-Sowjetrepublik Aserbaidschan. Nach dem Zerfall der UdSSR Anfang der 1990er Jahre hatte sich das Gebiet in einem Krieg von Baku losgesagt. Eine seit 1994 geltende Waffenruhe wird immer wieder gebrochen. Aserbaidschan hat mehrfach gedroht, das abtrünnige Gebiet mit Gewalt zurückzuerobern.

Die Führung in Baku warf den armenischen Streitkräften vor, am Wochenende das Feuer im Konfliktgebiet eröffnet zu haben. Bei der Reaktion auf den Angriff seien auch mehrere Soldaten auf beiden Seiten verletzt worden, hieß es.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 14.04.2021 um 10:03 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/baku-und-eriwan-berichten-von-blutvergiessen-in-berg-karabach-48135550

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