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Bayer impft ohne Zulassung gegen Corona

49-Jähriger führt über 1.300 Patientengespräche

Arzt APA/FOHRINGER
In Bayern steht ein Arzt unter Verdacht, ohne Zulassung praktiziert zu haben. (SYMBOLBILD)

Ein 49-jähriger Bayer steht unter Verdacht, ohne ärztliche Zulassung in zwei Impfzentren als Arzt praktiziert zu haben. Der Beschuldigte soll in den letzten drei Monaten an über 1.300 Impfungen beteiligt gewesen sein.

In Bayern steht ein 49-jähriger ­­­Mann unter Verdacht, sich fälschlich als Arzt ausgegeben und in mindestens zwei Impfzentren ohne Zulassung praktiziert zu haben. Seine Anstellung soll er mit einer gefälschten Zulassungsurkunde erreicht haben.

Über 1.300 Impfungen

Im Impfzentrum Rosenheim wirkte der aus dem Landkreis München stammende Mann von Anfang Jänner bis Ende März 2021 an über 1.300 Impfungen mit. Er soll die Aufklärung der zu impfenden Personen übernommen und die Verabreichung des Vakzins an medizinisches Fachpersonal delegiert haben. Ob er hier auch selbst Impfstoff verabreichte, ist nicht bekannt.

Zusätzlich soll der Beschuldigte im März 2021 im Karlsfelder Impfzentrum im Landkreis Dachau tätig gewesen sein. Dort habe er 40 bis 50 Personen selbst geimpft, zu Komplikationen über die typischen Nebenwirkungen hinaus kam es nach derzeitigem Stand der Ermittlungen nicht.

Bis zu 15 Jahre Haft

Ob der 49-Jährige noch in weiteren Einrichtungen als Arzt tätig war, ist noch nicht geklärt. Ihm drohen bis zu 15 Jahre Haft wegen Urkundenfälschung, Betrugs und Körperverletzung. Aufmerksam auf den Beschuldigten wurden die bayerischen Behörden durch eine Anzeige des Malteser Hilfsdienstes, welcher das Impfzentrum Rosenheim betreibt. 

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 23.10.2021 um 04:21 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/bayern-arzt-impft-ohne-zulassung-gegen-corona-101786797

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