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Belvedere 2014 im Besucher-Plus, 2015 mit Klimt

Husslein-Arco hat mit ihrem Haus 2015 viel vor Salzburg24
Husslein-Arco hat mit ihrem Haus 2015 viel vor

Für Belvedere-Direktorin Agnes Husslein-Arco war 2014 ein gutes Jahr: "Ich glaube, dass es viele Neuerungen und interessante Entwicklungen gegeben hat, dass unser Angebot angenommen wurde. Es war ein besucherstarkes Jahr, mit einem deutlichen Anstieg, der mich sehr freut", sagte sie heute bei einer Pressekonferenz. Man rechne mit einer Steigerung von 14 Prozent, d.h. mit 1,1 Millionen Besuchern.

Endgültige Zahlen wurden heute noch nicht genannt, "denn Dezember ist ein wichtiger Monat mit vielen Besuchern". Im Problemkind 21er Haus erwartet man einen Besucheranstieg um 30 Prozent (2013: 33.000 Besucher), auch im ersten ganzen Jahr des im Oktober 2013 eröffneten Winterpalais sei man zufrieden. Bis jetzt wurden rund 70.000 Besucher gezählt. "Finanziell ist das soweit in Ordnung", sagte Husslein-Arco, der Eigendeckungsgrad für alle Häuser betrage 58,1 Prozent.

Das Ausstellungsprogramm 2015 reicht zeitlich von Rembrandt, Tizian und Bellotto ("Geist und Glanz der Dresdner Gemäldegalerie") über den Wiener Kongress 1814/15 und das 150-Jahr-Jubiläum der Ringstraße bis zu US-Gegenwartskünstler Jasper Johns, der ab 13. Jänner im Oberen Belvedere mit neuen Werken den Ausstellungsreigen des Jahres 2015 eröffnet.

Ab 30. Jänner wird im 21er Haus unter dem Titel "Schlaflos" das "Bett in Geschichte und Gegenwartskunst" beleuchtet. Schließlich fänden viele der wichtigsten Ereignisse in unserem Leben im Bett statt, sagte Mario Codognato, der Chefkurator des 21er Hauses.

"Europa in Wien" nennt sich eine große kulturhistorische Ausstellung zum Wiener Kongress, die ab 20. Februar im Unteren Belvedere und der Orangerie stattfindet. "Unser Ziel ist es, einen umfassenden Überblick zu geben, sowohl politisch als auch gesellschaftlich, und dieses bedeutende Ereignis der europäischen Geschichte mit Kunstwerken darzustellen", so Husslein-Arco.

Im Winterpalais treten unter dem Titel "Vienna for Art's Sake!" ab 27. Februar auf Einladung von Peter Noever 13 zeitgenössische Künstler wie Eva Schlegel, Manfred Wakolbinger, Next Enterprise oder Joep van Lieshout mit Interventionen in Dialog mit 13 Räumlichkeiten des barocken Palais. "Für die Künstler ist das eine Riesen-Herausforderung, auf die sie begeistert zugehen", sagte die Direktorin. Außerdem werden alle 161 Arbeiten, die Noever für den Österreich-Teil des Archiv-Projekts "Imago Mundi" der Luciano Benetton Collection zusammenzutragen hat, gezeigt.

Ein "wunderbares Fastentuchfragment" des Thomas von Villach, das erworben werden konnte, wird nach zweijähriger Restaurierung ab 6. März im Prunkstall ausgestellt. In der Serie "Meisterwerke im Fokus" werden im Frühjahr Friedrich Loos und im Herbst Gerhart Frankl präsentiert. Ab 11. Juni ist im Winterpalais eine bereits in München und Groningen gezeigte Wanderausstellung über "Geist und Glanz der Dresdner Gemäldegalerie" zu sehen.

Ab 17. Juni stellt Hans Weigand im 21er Haus aus, wo im Herbst Plamen Dejanoff und ein Überblick über die zeitgenössische Sammlung geplant sind. In der großen Schau "Klimt und die Ringstraße" ab 3. Juli im Unteren Belvedere werde der Sammlertätigkeit jener Zeit "ein ganz besonderer Fokus gewidmet sein", sagte Vizedirektor Alfred Weidinger.

Ab 8. Juli wird in der Orangerie ein repräsentativer Querschnitt der Sammlung Ploner gezeigt, die heuer als Schenkung an das Belvedere kam. Schenkungen werden im Belvedere übrigens im Gegensatz zu manchen anderen Bundesmuseen nicht in die Bilanz des Hauses aufgenommen: "Sie sind in unseren Augen zwar Teil der Belvedere-Sammlungsbestands, aber Eigentum der Republik. Wir haben das nie anders gesehen", erklärte Husslein-Arco auf APA-Nachfrage.

Die Schau "Klimt/Schiele/Kokoschka und die Frauen" wird im Unteren Belvedere ab 22. Oktober gezeigt. "Es geht auch stark um die gesellschaftlich brisante Frauenfrage in dieser Zeit. Es wird eine spannende und interessante Ausstellung werden, mit vielen bedeutenden Leihgaben", so die Direktorin.

Dem Österreicher Hans Bischoffshausen ist ab 13. November eine Schau in der Orangerie gewidmet, ab 20. November wird im Winterpalais und im vorerst für drei Jahre von der TBA21 angemieteten Atelier Augarten eine umfassende Ausstellung des prominenten dänisch-isländischen Künstlers Olafur Eliasson gezeigt.

(S E R V I C E -)

(Quelle: S24)

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