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Bereits 13 Mers-Tote in Südkorea

In Südkorea sind inzwischen 13 Menschen an der Virus-Erkrankung Mers gestorben. Eine 72-Jährige starb am Freitag, nachdem sie sich im Krankenhaus bei einem anderen Patienten angesteckt hatte, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Später wurde außerdem der Tod zweier Männer im Alter von über 70 Jahren gemeldet.

Die Zahl der Neuinfektionen sank hingegen. Während am Donnerstag noch 14 neue Fälle gemeldet wurden, registrierten die Behörden am Freitag lediglich vier Neuerkrankungen.Derzeit gibt es 126 Mers-Infizierte in Südkorea. Insgesamt 3.680 Menschen stehen in Südkorea derzeit unter Quarantäne. Seit Beginn des Ausbruchs wurden 1.249 Menschen aus der Quarantäne entlassen, am Freitag allein 294.

Es handelt sich um den bisher schwersten Ausbruch der Krankheit außerhalb Saudi-Arabiens. Alle Ansteckungen erfolgten bisher in Krankenhäusern. Auch die beiden Männer, die am Freitag starben, hatten nach Angaben der Behörden Kontakt zu einem Infizierten.

Das Gesundheitsministerium in Seoul rief die Menschen auf, weiter ihrem Alltag nachzugehen. Die Gefahr einer Ausbreitung des Virus außerhalb eines Krankenhauses sei gering. Die Behörden weisen zudem darauf hin, dass alle der an der Krankheit Verstorbenen schon zuvor gesundheitliche Probleme hatten.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) berief eine "baldige" Dringlichkeitssitzung zu Mers ein. In Genf kündigte WHO-Sprecher Tarik Jasarevic an, dass das Notfallkomitee der Organisation "bald" zusammenkommen werde, um sich mit Mers zu befassen. Ein Datum für das Treffen gebe es noch nicht. Das Komitee werde entscheiden, ob es sich bei dem derzeitigen Mers-Ausbruch um einen "internationalen Gesundheitsnotfall" handle. Im August vergangenen Jahres hatte die WHO den Ebola-Ausbruch in Westafrika entsprechend eingestuft.

Bei dem Mers-Virus handelt es sich um einen seit dem Jahr 2012 bekannten neuen Stamm aus der Gruppe der Coronaviren. Die Erkrankung geht häufig mit grippeähnlichen Beschwerden wie Fieber, Husten und Kurzatmigkeit einher. Bei schweren Verläufen kann sich eine Lungenentzündung entwickeln, auch kann es zu Nierenversagen kommen. Allerdings ist Mers nicht so leicht übertragbar wie die Atemwegserkrankung Sars, an der in Asien im Jahr 2003 Hunderte Menschen starben.

(Quelle: S24)

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