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Berlin: Koma-Patient nach vier Monaten endlich identifiziert

Kuriose Geschichte aus Berlin nach monatelangem Rätselraten. Bilderbox
Kuriose Geschichte aus Berlin nach monatelangem Rätselraten.

Monatelang tappte die Berliner Polizei im Dunkeln und war ratlos, wer jener Jogger war, der Mitte März in einem Park zusammenbrach und seitdem im Koma liegt. Nun gibt es endlich Gewissheit, wer der Vermisste ist.

Immer wieder veröffentlichte die Polizei neue Bilder des Mannes, der derzeit noch in einem Krankenhaus im Koma liegt. Es wurden sogar Fotos des Schlüssels an die Medien geschickt und im Netz geteilt. Polizeischüler streiften zuletzt im Umkreis des Parks, um mit Nachbildungen des Schlüssels die Wohnung des Mannes zu finden. Auf dem Schlüssel ist zwar ein Firmenname eingestanzt, aber keine Sicherheitsnummern, die zu registrierten Schlössern führen.

Identität von Jogger im Koma geklärt

Nun hat sich ein Nachbar des Mannes gemeldet, der den Schlüssel wiedererkannte. Als die Beamten am Mittwoch erfolgreich dessen Wohnung aufsperrten, herrschte darin noch die winterliche Jahreszeit: "Er hat sie ja im März verlassen, an der Garderobe hingen noch die dicken Mäntel. Ansonsten war es etwas verstaubt, wie nach einem langen Urlaub", wird Hauptkommissar Uwe Dziuba von der B.Z. zitiert. Bei dem Vermissten handele sich um einen 74-jährigen alleinlebenden Deutschen mit iranischen Wurzeln.

"So etwas gab es in Berlin noch nicht"

Sein Briefkasten war demnach komplett überfüllt – zwei andere im Haus aber auch. Offenbar gab es kaum bzw. gar keinen Kontakt unter den Nachbarn. Bis zuletzt war der Mann nicht aus der Bewusstlosigkeit aufgewacht. Eine Vermisstenanzeige wurde auch nicht aufgegeben. "So etwas gab es in Berlin noch nicht", sagte eine Polizeisprecherin.

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