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Brandanschlag auf geplante Flüchtlingsunterkunft in Leipzig

Unbekannter warf Brandsatz durch offenes Fenster Salzburg24
Unbekannter warf Brandsatz durch offenes Fenster

Erneut hat es in Deutschland einen Brandanschlag auf eine für Flüchtlinge vorgesehene Unterkunft gegeben. In der Nacht auf Mittwoch warf in Leipzig ein Unbekannter einen Brandsatz durch das offene Fenster eines Hauses, in das am Mittwoch 56 Asylbewerber einziehen sollten, wie die Polizei in der sächsischen Stadt mitteilte.

Da ein Zeuge das Geschehen bemerkte und schnell die Feuerwehr alarmierte, sei der Schaden gering geblieben. Nur eine Matratze habe gebrannt.

Die Ermittlungen übernahm nach eigenen Angaben das auf rechtsextremistische Taten spezialisierte Operative Abwehrzentrum (OAZ) der sächsischen Landespolizei. Der vermummte Täter schlug demnach gegen 1.30 Uhr zu. Die Beamten baten Zeugen, ihre Beobachtungen zu melden. Das Haus im Stadtteil Stötteritz war dem OAZ zufolge eigens für die Flüchtlinge hergerichtet worden.

Zwei mit einem Messer bewaffnete Männer drangen in der Nacht auf das Gelände einer Flüchtlingsunterkunft in Mecklenburg-Vorpommern vor. Die beiden Männer hätten sich am späten Dienstagabend Zutritt zu dem Gelände in Parchim verschafft, teilte die Polizei in Rostock in der Nacht auf Mittwoch mit.

Zu dieser Zeit hätten sich vor der Unterkunft mehrere Flüchtlinge aufgehalten, die rechtzeitig erkannt hätten, dass einer der Männer ein Messer mit einer 20,5 Zentimeter langen Klinge bei sich gehabt habe.

Die Flüchtlinge brachten sich den Angaben zufolge in Sicherheit und alarmierten den Wachdienst der Unterkunft. Die beiden Männer hätten die Flucht ergriffen, seien aber bei einer Polizeifahndung gefasst worden. Sie waren demnach mit mehr als zwei Promille erheblich alkoholisiert. Die Kriminalpolizei nahm Ermittlungen auf, gegen beide wurden Strafverfahren wegen Hausfriedensbruch und Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet.

In Deutschland kommt es derzeit gehäuft zu Anschlägen auf geplante oder bereits belegte Flüchtlingsheime. In der Nacht auf Dienstag brannte in Nauen in Brandenburg eine als Notquartier vorgesehen kommunale Turnhalle ab, die Polizei geht von Brandstiftung aus. In Rostock in Mecklenburg-Vorpommern nahm die Polizei am Dienstag zwei Männer fest, die im Oktober 2014 ein Flüchtlingswohnhaus mit Brandsätzen beworfen haben sollen. Ihnen wird versuchter Mord vorgeworfen.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 23.04.2021 um 11:25 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/brandanschlag-auf-geplante-fluechtlingsunterkunft-in-leipzig-48150031

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