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Briefbomben-Verdächtiger angeklagt: Trump will harte Strafe

Trump spuckte sofort wieder große Töne APA (AFP)
Trump spuckte sofort wieder große Töne

Nach der Festnahme im Fall der Serie von Briefbomben an Kritiker von Donald Trump hat der US-Präsident klargestellt, dass er nichts an seiner Rhetorik ändern will. Die Ermittler hatten am Freitag einen Verdächtigen festgenommen, bei dem es sich offensichtlich um einen Anhänger des Republikaners handelt. Trump erklärte vor Journalisten, er selbst trage keine Mitschuld.

Auf die Frage, ob er etwas an seiner Rhetorik ändern wolle, sagte er, er habe seinen Ton bereits abgemildert. Bei einer Wahlkampfveranstaltung wenig später attackierte Trump die Medien und die oppositionellen Demokraten erneut scharf.

Briefbomben-Serie hält USA in Atem

Die Serie von Briefbomben hatte die USA seit Mittwoch in Atem gehalten. Der Fall platzte mitten hinein in den ohnehin hitzigen Wahlkampf vor den Kongresswahlen. Insgesamt stellten die Ermittler bisher 13 Päckchen sicher. Sie waren unter anderem an den früheren US-Präsidenten Barack Obama, die frühere Außenministerin Hillary Clinton sowie weitere Demokraten adressiert. Die Päckchen konnten allesamt abgefangen werden, verletzt wurde niemand. Nach Darstellung der Bundespolizei FBI handelte es sich bei den Sprengsätzen nicht um Attrappen.

Trump wettert gegen Medien

Trump verurteilte die Taten am Freitag zwar mehrfach, die Namen der Betroffenen erwähnte er dabei allerdings nicht. Als er bei dem Wahlkampfauftritt am Freitagabend zu Beginn sagte, dass er die Päckchen ansprechen wolle, die an eine Reihe von "hochrangigen Persönlichkeiten" verschickt worden seien, buhte die Menge. Trump wetterte anschließend erneut gegen die Medien und warf ihnen vor, aus den Taten politisches Kapital gegen ihn und die Republikaner schlagen zu wollen. Später zog er über Clinton sowie die demokratische Kongressabgeordnete Maxine Waters her, an die ebenfalls ein Päckchen adressiert war.

56-Jähriger als Verdächtiger festgenommen

Am Vormittag hatten die Sicherheitsbehörden in Florida einen 56 Jahre alten Mann als Verdächtigen in dem Fall festgenommen. Er wurde angeklagt und muss sich unter anderem wegen der "illegalen Versendung von Sprengstoffen" und "Drohungen gegen frühere Präsidenten" verantworten. Sollte er für schuldig befunden werden, könnten ihm Jahrzehnte im Gefängnis drohen. Der Verdächtige ist vorbestraft. Die Sicherheitsbehörden hatten ihn durch einen Fingerabdruck identifiziert, den sie auf einem der Päckchen gefunden hatten.

Einträge in Twitter- und Facebook-Konten, die mit dem Verdächtigen in Verbindung gebracht werden und inzwischen gesperrt wurden, legen nahe, dass er ein Anhänger Trumps ist und offenbar sogar Wahlkampfveranstaltungen besucht hatte. Laut dem Sender CNN ist er ein eingetragener Republikaner.

 

(APA/ag.)

(Quelle: S24)

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