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Brucknerfest: Auftakt zu einer sinfonischen Intensivwoche

Dirk Kaftan ist Chefdirigent des Beethoven Orchesters Bonn APA (Archiv)
Dirk Kaftan ist Chefdirigent des Beethoven Orchesters Bonn

Mit einem Konzert des Beethoven Orchesters Bonn unter Dirk Kaftan hat am Samstag beim Linzer Brucknerfest ein Schwerpunkt begonnen, in dessen Mittelpunkt Symphonien von Anton Bruckner stehen. Innerhalb einer Woche werden vier Symphonien des Genius Loci zu hören sein, gespielt von den Münchner Philharmonikern unter Valerij Gergiev und vom Bruckner Orchester Linz unter Markus Poschner.

Als "Klassische Klangwolke" bezeichnet, allerdings nicht "Open Air" sondern im Großen Saal des Linzer Brucknerhauses, erwiesen auch die Gäste aus Bonn Anton Bruckner ihre Reverenz - mit seiner Ouvertüre g-Moll und dem Adagio Nr. 2 aus der 3. Symphonie. Im Zentrum des Konzerts des Beethoven Orchesters Bonn standen jedoch die Sinfonie Nr. 4 von Ludwig van Beethoven und die Sinfonie Nr. 3, genannt die "Rheinische", von Robert Schumann. Vor allem mit Beethoven wollte das Orchester bereits auf das in Bonn groß gefeierte Jubiläumsjahr 2020 zum 250. Geburtstag des Komponisten aufmerksam machen. Wie Beethoven gehört aber auch Schumann zu Bonn, er hat dort seine letzten Lebensjahre verbracht und ist auch dort begraben.

Dirk Kaftan - seit einem Jahr Chefdirigent des Beethoven Orchesters Bonn - entfesselte in beiden Sinfonien mit seinen Musikern stürmische Klangwelten, wobei aber seine geradezu hektische Dirigierweise etwas übertrieben wirkte. Das Publikum reagierte darauf nach fast jedem Satz mit Beifall. Schumanns "Rheinische" Sinfonie sozusagen ohne einen Atemzug an Bruckners Adagio anzuschließen passte freilich nicht zusammen. Eines der berühmten Scherzi aus einer Bruckner-Symphonie hätte dem Publikumsgeschmack besser entsprochen. Dank des Charakters eines "fast Gratiskonzerts" ist es jedoch gelungen, neues Publikum ins Brucknerhaus zu führen.

Die Ballung von Bruckner-Sinfonien in den kommenden Tagen beginnt mit drei Konzerten der Münchner Philharmoniker unter Valerij Gergiev in der Stiftsbasilika von St. Florian. Die Musiker und ihr Chefdirigent setzen damit den im Vorjahr begonnenen Gesamtzyklus fort. Diesmal mit der 2. Sinfonie (am Montag, 24. 9., 19.30 Uhr), gefolgt von der 9. (am Dienstag, 25. 9., 19.30 Uhr) und der 8. (am Mittwoch, 26. 9., 18 Uhr). Am Freitag, 28. 9., 19.30 Uhr, runden im Linzer Brucknerhaus Markus Poschner und das Bruckner Orchester Linz den Schwerpunkt mit Bruckners 3. Sinfonie ab.

(APA)

Aufgerufen am 11.12.2018 um 02:34 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/brucknerfest-auftakt-zu-einer-sinfonischen-intensivwoche-60266017

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