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Bundeskanzler Kurz zu Gesprächen im Kosovo

Bundeskanzler Kurz (ÖVP) ist am Balkan unterwegs APA
Bundeskanzler Kurz (ÖVP) ist am Balkan unterwegs

Nach seinem Besuch in Serbien trifft Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Dienstag im Nachbarland Kosovo die Staats- und Regierungsspitze. Am Vormittag sind Treffen mit Präsident Hashim Thaci und Premier Ramush Haradinaj geplant. Zuvor will der Bundeskanzler außerdem den österreichischen Soldaten der KFOR-Truppen im Kosovo einen Besuch abstatten.

Wie bereits am Vortag werden auch bei den Gesprächen in Prishtina der ungelöste Konflikt um die Anerkennung der Unabhängigkeit der einstigen serbischen Provinz Kosovo durch Belgrad sowie die EU-Annäherung im Mittelpunkt stehen. Der von der EU geleitete Dialog zur Normalisierung der Beziehungen zwischen den Nachbarländern liegt seit Anfang September auf Eis. Gegenüber der EU drängt der Kosovo auf eine rasche Umsetzung der Visum-Freiheit für seine Bürger.

Europaparlament billigt Visa-Freiheit

Das Europaparlament hat die Visa-Freiheit für den Kosovo im vergangenen Sommer gebilligt. Der Kosovo habe die erforderlichen Bedingungen erfüllt, stellten die Abgeordneten damals mehrheitlich fest. Der Ball liegt seitdem bei den EU-Innenministern.

Kosovo soll in Interpol aufgenommen werden

Österreich unterstützt die Bemühungen des Kosovo, demnächst in die internationale Polizeiorganisation Interpol aufgenommen zu werden. Das ließ Kurz die APA im Zuge der Kosovo-Reise wissen. Auch der Koalitionspartner FPÖ ist demnach in der Frage umgeschwenkt. Über die Aufnahme des Kosovo soll bei der Interpol-Generalversammlung entschieden werden, die vom 18. bis zum 21. November in Dubai stattfindet.

Strache sprach sich gegen Interpol-Mitgliedschaft aus

Noch vor zwei Wochen hatte sich Strache klar gegen eine Mitgliedschaft des Kosovo bei Interpol ausgesprochen. Solche Schritte dürfe man nicht setzen, solange die Rechtssituation des Landes nicht geklärt sei, sagte Strache bei einem Treffen mit dem serbischen Außenminister Ivica Dacic in Wien. Der FPÖ-Chef sagte damals, seine Position hierzu sei "auf Linie und abgesprochen mit dem Herrn Bundespräsidenten". Bundespräsident Alexander Van der Bellen hatte kurz zuvor erklärt, die österreichische Position sei noch nicht ganz fixiert.

(APA)

(Quelle: S24)

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