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Burkaverbot: Maskottchen muss den Hut nehmen

Die Durchsetzung des Anti-Verhüllungsgesetzes, auch bekannt als Burkaverbot, nimmt mitunter kuriose Formen an: In Wien schritt vergangenen Freitag die Polizei ein, weil ein Mann im Hai-Kostüm Werbung für einen Apple-Store machte.

Die zuständige Werbeagentur Warda Network postete dazu auf Facebook. Offenbar wies die Polizei den jungen Mann unter dem Kostüm darauf hin, dass er seine Maske abnehmen müsse. Ein Verwaltungsverfahren läuft bereits. Wie Oe24.at berichtet, könnte dahinter ein anonymer Anzeiger steckt, der will, dass das Gesetz ohne Ausnahmen durchgesetzt wird.

Person meldet "Vermummten" der Polizei

"Es war keine eigene dienstliche Wahrnehmung. Eine Person hat die Polizei gerufen wegen eines Vermummten", so Harald Sörös, Sprecher der Polizei Wien gegenüber der APA. Dann nahm der übliche Rechtsweg seinen Lauf und wird wohl in einem Präzedenzfall münden. Die erfolgte Anzeige sei "ein normaler Vorgang im Verwaltungsrecht" und keinesfalls eine Schuldzuweisung.

"Burkaverbot": Geldstrafe von bis zu 150 Euro möglich

Das Burkaverbot trat in Österreich am 1. Oktober in Kraft. Wer nun in der Öffentlichkeit seine Gesichtszüge durch Kleidung oder andere Gegenstände in einer Weise verhüllt oder verbirgt, dass diese nicht mehr erkennbar sind, muss mit Geldstrafen von bis zu 150 Euro rechnen. Politisch zielt das von ÖVP und SPÖ beschlossene Gesetz auf Burka und Nikab, formuliert wurde es aber “religionsneutral”.

(SALZBURG24/APA)

(Quelle: S24)

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