Jetzt Live
Startseite Welt
Causa Erl

Kuhn wirft Künstlerinnen Lüge vor

Gustav Kuhn dementiert alles 100-prozentig APA (EXPA/Archiv)
Gustav Kuhn dementiert alles 100-prozentig

Gustav Kuhn hat am Montag in der ORF-"ZiB 2" erstmals live im Fernsehen Stellung zu den Vorwürfen rund um die Causa Erl genommen und weiterhin alle Beschuldigungen von sich gewiesen. "Ich bin der Anschuldigungen müde, die so nicht stimmen", betonte Kuhn, der den Künstlerinnen unterstellte, diese gänzlich erfunden zu haben.

Er könne alles 100-prozentig dementieren, fügte er hinzu.

Kuhn wirft Lüge und Bestechung vor

Kuhn beschuldigte zudem "verschiedene Institutionen", die Frauen "bearbeitet" zu haben, ihre Namen öffentlich zu nennen. Außerdem warf der beurlaubte Intendant seinem Ex-Chefbühnenbildner Jan Hax Halama, der gemeinsam mit weiteren Musikern und ehemaligen Angestellten der Festspiele ebenfalls in einem offenem Brief von "übergriffigem Verhalten" sprach, Bestechung vor. "Er hat mir gesagt, wenn ich ihm 24.000 Euro zahle, dann sagt er nichts", so Kuhn in der "ZiB 2".

Die rund 100 bei der BH Kufstein laufenden Strafverfahren wegen des Verdachts der illegalen Beschäftigung von EU-Ausländern und nicht bezahlter Sozialabgaben tat Kuhn als Lappalie ab. Diese würden auf Missverständnis basieren, die vor fünf Jahren passiert seien. "Das war einfach ein formaler Fehler", meinte der Maestro, der diesbezüglich nur mit einer geringen Strafe rechnet.

Illegale Zahlungen an "Künstlerschmiede"?

Auch zum neuesten Vorwurf des Ötztaler Bloggers Markus Wilhelm nahm Kuhn Stellung. Wilhelm prangerte an, dass monatlich 10.000 bzw. 12.000 Euro von den Festspielen an Kuhns "Künstlerschmiede" in der Toskana, der "Accademia di Montegral", überwiesen würden. "Wir treffen dort bestimmte Vorbereitungen", erklärte Kuhn die Zahlungen: "Sie können sicher sein, dass das eine ganz legale Geschichte ist." Der Vermerk "für keinerlei Leistung", wie laut Wilhelm in der Eingangsbestätigung festgeschrieben ist, sei lediglich auf Rechtsprobleme mit Italien zurückzuführen. "Wir können die Kurse auch wieder in den Norden verlagern", meinte der beurlaubte Intendant, der sich jetzt "Ruhe gönnen" wolle - denn immerhin sei er ohnehin beurlaubt.

(APA)

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 17.04.2021 um 06:33 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/causa-erl-kuhn-wirft-kuenstlerinnen-luege-vor-60459130

Kommentare

Mehr zum Thema