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Causa Germania: Skurille Distanzierungsversuche der FPÖ

Vizekanzler Strache versucht sich aus der Affäre zu ziehen. APA/GEORG HOCHMUTH
Vizekanzler Strache versucht sich aus der Affäre zu ziehen.

Die Versuche der FPÖ-Spitze sich von der in Verruf geratenen Burschenschaft Germania zu Wiener Neustadt zu distanzieren, wirken teils skurril. Vizekanzler Heinz-Christian Strache hatte sich Donnerstagabend darüber empört, dass ihm Medien unterstellt haben, er sei im Vorjahr beim 100. Stiftungsfest der Germania gewesen.

Dabei habe er nur an einer Sitzung des Pennälerrings teil genommen. Es ist zwar richtig, dass Strache nicht beim abendlichen Fest dabei war. Unterdessen ist bekennt geworden, dass Außenministerin Karin Kneissl (FPÖ) 2016 bei der Germania zu Ried (ebenfalls eine Mittelschulverbindung) als Nahost-Expertin einen Vortrag gehalten hat.

Stiftungsfest der Germania im Rahmen des Burschentags

Richtig ist aber auch, dass das Stiftungsfest der Germania im Rahmen des Burschentags des Pennäler Rings bzw. der ÖPR-Burschentag anlässlich der 100. Jahrfeier in Wiener Neustadt bei der Germania stattfand. Aus Postings in Internet, die der APA vorliegen, aber mittlerweile gelöscht wurden, geht hervor, dass die Veranstaltung Freitagabend, dem 2. Juni begonnen und am Sonntagvormittag geendet hat.

Germania-Obmann: Strache bei Sitzung anwesend

Strache war laut dem Vizeobmann der Germania, Philip Wenninger, bei einer Sitzung des ÖPR Samstagnachmittag anwesend, nicht aber beim Fest Samstagabend.

Strache sieht sich als Opfer

Die Geschichte wurde vom deutschen "Spiegel" aufgegriffen. Dieser hat auch berichtet, dass Strache ein Ehrenband der Germania erhalten habe. Sowohl Strache als ÖPR-Vorsitzender Udo Guggenbichler bezeichneten das als Lüge. Strache habe auf der Jahreshauptversammlung des Österreichischen Pennälerrings, welche vor dem Germanen-Jubiläum stattfand, das Ehrenband des Österreichischen Pennälerringes erhalten, sagte Guggenbichler am Freitag.

Nach der Verleihung habe der FPÖ-Chef den Tagungsort Richtung Steiermark zu Terminen verlassen, so Guggenbichler, der rechtliche Schritte gegen Medien und Journalisten, die "auf abscheuliche Weise gegen den Vizekanzler hetzen", ergreifen will.

(APA)

Aufgerufen am 15.12.2018 um 01:21 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/causa-germania-skurille-distanzierungsversuche-der-fpoe-57778627

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