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China will USA im Fall neuer Zölle die Zähne zeigen

Trump dürfte erneut hohe Strafzölle verhängen APA (AFP)
Trump dürfte erneut hohe Strafzölle verhängen

China droht den USA mit einem verschärften Konfrontationskurs im Handelsstreit. Sollten die Vereinigten Staaten wie erwartet am Montag neue Zölle verhängen, werde man die nötige Antwort darauf geben, sagte eine Sprecher des Außenministeriums in Peking. Er forderte zugleich, Gespräche zwischen beiden Ländern sollten auf Augenhöhe stattfinden.

US-Präsident Donald Trump dürfte Insidern zufolge noch am Montag neue Zölle gegen China auf Waren im Volumen von 200 Mrd. Dollar (171,10 Milliarden Euro) verkünden. Damit droht er schon seit längerem. Zugleich haben die USA China in der vergangenen Woche aber zu neuen Gesprächen eingeladen, die um den 20. September herum beginnen sollten. Verhandlungen in Washington Mitte August hatten keine Annäherung gebracht.

Führung in Peking könnte neuer Verhandlungsrunde fernbleiben

Im Falle neuer US-Zölle könnte die Führung in Peking der geplanten nächsten Verhandlungsrunde fernbleiben, zitierte das "Wall Street Journal" chinesische Regierungskreise. Man werde nicht "mit der Pistole auf der Brust" Gespräche führen. Berater der Regierung in Peking hätten zudem vorgeschlagen, durch Exporteinschränkungen für Bauteile und andere Güter die Lieferketten von US-Unternehmen zu treffen und so Druck auf die Trump-Regierung auszuüben. Aus dem Umfeld der US-Regierung hieß es, dass dies zu harten Vergeltungsmaßnahmen von amerikanischer Seite führen könnte.

Trump wirft China unfaire Handelspraktiken vor

Trump wirft China unter anderem unfaire Handelspraktiken und den Diebstahl geistigen Eigentums vor. China weist das zurück. Der Streit schürt Sorgen, dass es zu einem ausgewachsenen Handelskrieg mit schweren Folgen für die Weltwirtschaft kommen könnte. Seit Anfang Juli haben sich die USA und China mit Straf- und Vergeltungszöllen auf Waren im Volumen von insgesamt 100 Mrd. Dollar überzogen. Trump hatte weitere Schritte angekündigt, Peking schon mit Gegenmaßnahmen gedroht.

Gesprächsangebot weckt Hoffnungen

Das neue Gesprächsangebot von US-Finanzminister Steve Mnuchin hatte zunächst Hoffnungen auf eine Entspannung in dem Konflikt geschürt. Doch Trump zeigte sich zuletzt unnachgiebig und will dem Insider zufolge seine Zolldrohung nun wahr machen. In China stieß das auf entschlossenen Willen zum Widerstand. "Es ist nicht neu, dass die USA versuchen, Spannungen zu eskalieren, um Vorteile am Verhandlungstisch zu erzielen", schrieb die "Global Times", die zum kommunistischen Parteiorgan "People's Daily" gehört, am Montag in einem Leitartikel. "Wir freuen uns auf einen größeren Gegenangriff und werden den Schmerz in den USA weiter verstärken."

(APA/ag.)

Aufgerufen am 13.12.2018 um 10:42 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/china-will-usa-im-fall-neuer-zoelle-die-zaehne-zeigen-60214330

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