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Chinesen mit Offert für Hypo-Balkanbanken

Die staatliche China Energy Reserve & Chemicals Group hat laut Zeitungsbericht einen neuen Anlauf gestartet, die ehemaligen Balkantöchter der verstaatlichen Krisenbank Hypo Alpe Adria (jetzt Heta) zu übernehmen. Am Montag haben die Chinesen ihr Offert an den Verkäufer, die staatliche ÖIAG-Tochter Fimbag geschickt, schreibt der "Kurier".

Dem Zeitungsbericht zufolge würde der Bieter aus China für die sechs Balkan-Banken bis zu 350 Mio. Euro zahlen und damit 40 Mio. Euro mehr als die Konkurrenz. Weiters würden die Chinesen der Republik Österreich 2,2 Mrd. Euro an Finanzierungen abnehmen, die dann ins Budget fließen könnten.

Aus dem Finanzministerium hieß es zum "Kurier", dass das ursprüngliche Angebot nicht fristgerecht eingereicht worden sei. Das Ministerium erklärte Anfang Dezember, dass jene Bieter, die im bisherigen Verkaufsprozess ein verbindliches Angebot gelegt hätten, "neu angeschrieben" werden. Dies sei aber "keine Neuausschreibung", wurde betont. Neben dem US-Investor Advent, mit der EBRD an Bord, und dem bulgarisch-russischen Konsortium Via-Group mit VTB Bank ist damit auch die russische Expobank wieder im Rennen.

Ende November war der geplante Verkauf der Balkantöchter an den US-Fonds Advent und die Osteuropabank EBRD vorerst geplatzt. Advent hatte ein Ultimatum für eine Vertragsunterzeichnung verstreichen lassen. Seit Ende Oktober - als die Hypo zerlegt wurde - ist die Südosteuropaholding vorübergehend bei der Fimbag (Finanzmarktbeteiligung Aktiengesellschaft des Bundes) geparkt.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 13.04.2021 um 07:29 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/chinesen-mit-offert-fuer-hypo-balkanbanken-46191136

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