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Christiane Hörbiger freut sich zum 80er auf den Ruhestand

Hörbiger will sich mehr Zeit für sich nehmen APA (AFP)
Hörbiger will sich mehr Zeit für sich nehmen

Wenn Christiane Hörbiger in den nächsten Wochen im Zuge des ORF-Schwerpunkts zu ihrem 80. Geburtstag fast täglich im Fernsehen zu sehen sein wird, geht eine Ära zu Ende. Schließlich hat die Schauspielerin nach 63 Berufsjahren das Bedürfnis, leiser zu treten. "Ich möchte sehr bald ganz aufhören", sagte sie am Donnerstag im Interview. "Das wird ganz wunderbar sein. Ich werde leben."

"Ich möchte nicht vom Zeitplan anderer abhängig sein. Ich möchte einfach nur ich selber sein", so die Schauspielerin, die am 13. Oktober 80 wird. Die letzten beiden Filme, die nun beide Anfang Oktober Premiere feiern, haben ihr jedoch noch viel Spaß gemacht. Ihr Sohn Sascha Bigler, der für "Die Muse des Mörders" als Regisseur im Einsatz war, habe sie nicht zur Mitwirkung überreden müssen. "Es war ein sehr gutes Buch mit einer sehr guten Rolle", so Hörbiger zu ihren Beweggründen, die Rolle einer Krimi-Autorin zu spielen, deren Bücher einem Serienmörder als Vorbild dienen. "Wenn mein Sohn Regie führt, macht es mir enormen Spaß und eine enorme Freude. Er ist einfach zu allen Schauspielern sehr lieb und zu mir auch. Sonst hat er ja wenig Zeit, wenn er hier in Wien ist."

Hörbiger spielt "boshafte Schwiegermutter"

Der zweite neue Film, der am 12. Oktober Premiere feiert, heißt "Einmal Sohn, immer Sohn". "Das war endlich eine lustige Geschichte mit einer komischen Rolle", lacht Hörbiger. "Eine boshafte Schwiegermutter ist immer für eine Rolle gut." Für die nächste Zeit hat sie keine Dreh-Pläne mehr. Einzig ein Kurzauftritt in einem weiteren geplanten Film ihres Sohnes steht fest. "Ich habe eine Eintagesrolle, wo ich nicht mal Text lernen muss, sondern etwas vorlese. Genaues weiß ich nicht. Diese Rolle werde ich annehmen." Bereits abgedreht ist auch "Tatort Staatsarchiv", für den sie gemeinsam mit Otto Schenk, Cornelius Obonya und Mavie Hörbiger vor der Kamera stand. Der Film müsse jedoch umgeschnitten werden, einen Sendetermin gebe es nicht, so die Schauspielern.

Künftig will sie sich mehr Zeit für sich nehmen. So plant sie etwa, künftig zwei Monate in St. Gilgen am Wolfgangsee zu verbringen. In diesem Sommer erst sei ihr klar geworden, wie wichtig ihr diese Zeit ist. "Ich möchte es mir gönnen, hier länger Urlaub zu machen."

"Todesangst vor Hängern auf der Bühne"

Ob sie sich ihre alten Filme im Rahmen des TV-Schwerpunktes anschauen wird, weiß sie noch nicht. Gefragt, worauf sie in ihrer Karriere besonders stolz ist, sagt Hörbiger bestimmt: "Als ich damals in Zürich die Elisabeth in 'Maria Stuart' gespielt habe. Da war ich stolz." Dennoch bereut sie es nicht, vom Theater zum Film gewechselt zu haben. Das Filmen sei "die leichtere Arbeit", sagt sie auch in Hinblick auf die "Todesangst vor Hängern auf der Bühne, die vor der Kamera wegfällt".

Nun freut sie sich vor allem auf die Geburtstagsgala, insbesondere auf Mario Adorf, der extra aus Paris anreise. "Ich finde es sehr schön, dass die Kollegen alle kommen, um mir in dieser Runde beizustehen." Auf die Geburtstagstorte werde sie jedoch verzichten. "Ich möchte mein Gewicht halten. Da wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Ich bin so froh, dass ich solche Jeans tragen kann." Wie sie sich fit hält? "Durch die Hunde. Gottseidank muss ich wegen ihnen jeden Tag früh raus. Außerdem mache ich täglich 30 Kniebeugen. Meine Waage ist meine Chefin."

(APA)

Aufgerufen am 14.12.2018 um 11:42 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/christiane-hoerbiger-freut-sich-zum-80er-auf-den-ruhestand-60246217

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