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CIA-Chef räumt nach Folterbericht Fehler ein

Der Chef des US-Geheimdienstes CIA, John Brennan, hat angesichts jüngster Foltervorwürfe Fehler und Mängel bei "harschen Verhören" von Terrorverdächtigen eingeräumt. Dies sei "bedauerlich", es habe sich aber um Einzelfälle gehandelt, bei denen Agenten ihre Befugnisse überschritten hätten, sagte Brennan am Donnerstag im CIA-Hauptquartier.

"Wir sind keine perfekte Institution", sagte Brennan, der seinerzeit CIA-Vize-Direktor war. Ausdrücklich begrüßte er die Entscheidung von Präsident Barack Obama, die "harschen Verhörprogramme" zu verbieten. Es ist sehr selten, dass CIA-Direktoren Pressekonferenzen geben.

Ganz anders bewertete der frühere US-Vizepräsident Dick Cheney den Bericht über Foltermethoden des Geheimdienstes CIA. Das Papier sei "voller Mist" und "fehlerhaft", sagte der Republikaner dem US-Sender Fox News. Er unterstütze die weltweit kritisierten Verhörmethoden nach wie vor und würde alles wieder genau so machen, sagte Cheney.

"Sollten wir ihn auf beide Wangen küssen und sagen: 'Bitte, bitte sag' uns was Du weißt?' Natürlich nicht", meinte Cheney, der von 2001 bis 2009 unter Präsident George W. Bush Vizepräsident war, mit Blick auf den mutmaßlichen Drahtzieher der Terrorangriffe vom 11. September 2001. Khalid Sheikh Mohammed hatte dem Senatsbericht zufolge 183 Mal das sogenannte Waterboarding erdulden müssen. Dabei bekommt das Opfer einen Wasserstrahl auf das Gesicht, kann nicht mehr atmen und glaubt zu ertrinken.

Cheney galt bereits früher als Falke im Kabinett Bush, der sich vehement für den Irakkrieg einsetzte. Auch in der Vergangenheit hatte er sich mehrfach hinter die "verschärften Verhörmethoden" des CIA gestellt.

Der Senatsbericht war zu dem Schluss gekommen, dass die Verhörmethoden nach den Terroranschlägen von 2001 brutaler waren als bisher bekannt. Zugleich seien sie aber auch wirkungslos gewesen und hätten keine entscheidenden Erkenntnisse geliefert. Weit über 100 Gefangene wurden geschlagen und erniedrigt, es gab etwa bis zu eine Woche Schlafentzug sowie entwürdigende rektale Ernährung bei Hungerstreiks ohne medizinische Notwendigkeit.

Auch CIA-Chef John Brennan hatte als Reaktion auf den Bericht Fehler und Mängel eingeräumt. Die CIA-Agenten hätten in der Anfangsphase des Programms nicht genügend Erfahrung mit "verschärften Verhören" gehabt, wie der CIA die Methoden selbst nennt. Dies sei später verbessert worden. Das Programm habe aber zu Erfolgen im Anti-Terror-Kampf geführt und Menschenleben gerettet.

(Quelle: S24)

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