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Neuer Ausbruch

500.000 Chinesen müssen in Corona-Lockdown

Zahl der Neuinfektionen steigt

20200624_PD2329.HR.jpg AFP/NICOLAS ASFOURI
Die akuten Infektionen in Peking lösten Befürchtungen eines weitläufigen Wiederaufflammens des Virus in China aus.

Runde eine halbe Million Chinesen, die in der Nähe von Peking leben, müssen wegen eines neuen Coronavirus-Ausbruchs in den Lockdown. Das teilten die chinesischen Behörden mit, nachdem am Sonntag die Zahl der Neuinfektionen in der Hauptstadt erneut gestiegen war.

In den vergangenen 24 Stunden seien 14 neue Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden. Die Behörden versicherten aber, die Lage werde sich "verbessern".

Coronavirus: Landkreis Anxin betroffen

Betroffen von dem Lockdown sind Chinesen im Landkreis Anxin, der 150 Kilometer von Peking entfernt liegt. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde wird der Ort "vollständig abgeriegelt und kontrolliert". Die Bewohner müssten zu Hause bleiben. Nur ein Angehöriger pro Familie dürfe rausgehen, um Einkäufe zu erledigen und Medizin zu besorgen, hieß es.

311 Neuinfektionen in Peking

Die akuten Infektionen in Peking lösten Befürchtungen eines weitläufigen Wiederaufflammens des Virus in China aus. Nach zwei Monaten ohne neue Ansteckungen in Peking ist die Zahl der Neuinfektionen seit dem 11. Juni auf 311 gestiegen.

Erneut Markt als Ausgangspunkt

Als Ausgangspunkt wird der Xinfadi-Markt in Peking vermutet, der nach Behördenangaben seit dem 30. Mai von rund 200.000 Menschen besucht wurde. Auf dem Lebensmittelgroßmarkt wird ein Großteil der Frischprodukte Pekings gehandelt. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua belieferten auch Unternehmen aus Anxin den Xinfadi-Markt mit Süßwasserfischen.

Arbeiter massenhaft getestet

Vergangene Woche wurden massenhaft Arbeiter von Großmärkten und Restaurants sowie Lieferkuriere auf das Coronavirus getestet. Auch Bewohner in Peking, die in gefährdeten Wohnvierteln leben, wurden kontrolliert.

Corona-Tests werden ausgeweitet

Die Tests sollten nun auf sämtliche Angestellte von Schönheits-und Friseursalons der Hauptstadt ausgeweitet werden, berichtetet die staatliche chinesische Zeitung "Global Times". Der Pekinger Beamte Xu Hejian sagte am Samstag: "Wir haben keine Zeit, uns auszuruhen." Der chinesische Epidemiologe Wu Zunyou hatte hingegen vergangene Woche vor Journalisten noch gesagt, dass der Ausbruch in Peking "unter Kontrolle" gebracht worden sei.

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 14.07.2020 um 02:13 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/coronavirus-500-000-chinesen-muessen-in-lockdown-89480590

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