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Ende Dezember

Griechenland rechnet heuer mit Corona-Impfstoff

700.000 Dosen Ende des Jahres

Spritze, Injektion, Pharma, Impfung, Medizin, SB APA/BARBARA GINDL
Der Impfstoff soll Ende des Jahres geliefert werden. (SYMBOLBILD)

Griechenland rechnet nach eigenen Angaben für das Jahresende mit der ersten Lieferung eines Corona-Impfstoffs. "Wenn alles gut geht, wird Griechenland seinen vereinbarten Anteil in sieben Lieferungen erhalten", sagte Gesundheitsminister Vassilis Kikilias am Dienstag dem Sender Skai TV.

Bis Juni kommenden Jahres werde es dann jedes Monat eine weitere Lieferung des Pharmakonzerns AstraZeneca geben. "Wir werden mit 700.000 Dosen im Dezember beginnen." AstraZeneca arbeitet gemeinsam mit der britischen Universität Oxford an dem Corona-Impfstoff und will diesen nach eigenen Angaben zum Selbstkostenpreis abgeben. Das Präparat erwies sich nach Unternehmensangaben in den ersten beiden Testreihen als für die Probanden gut verträglich und habe für die Bildung von Antikörpern sowie für eine Immunisierung gegen die Lungenkrankheit Covid-19 gesorgt.

Die Ergebnisse einer dritten Testphase werden für den Herbst erwartet. Ist diese erfolgreich, soll der Impfstoff danach massenweise produziert und verabreicht werden.

EU will 300 Mio. Impfdosen erwerben

Die Europäische Kommission hatte am Freitag verkündet, dass es eine erste Übereinkunft mit AstraZeneca gebe, "einen potenziellen Impfstoff gegen Covid-19 zu erwerben". EU-Länder mit niedrigem oder mittlerem Einkommen sollen ihn gratis erhalten. Wenn sich der Impfstoff als "sicher und wirksam" erwiesen habe, werde die EU 300 Millionen Impfdosen erwerben mit einer Option auf den Kauf von hundert Millionen weiterer Dosen durch die EU-Mitgliedstaaten.

Griechenland mit niedriger Sterberate

Griechenland hat die Corona-Pandemie bisher relativ gut überstanden, seine Infektions- und Sterberaten sind im Vergleich zu anderen EU-Ländern gering. Allerdings sind die Infektionszahlen in dem Urlaubsland in diesem Monat stark in die Höhe geschnellt. Die Behörden führen die Entwicklung auf die zunehmende Missachtung von Abstandsregeln in Lokalen und anderen öffentlichen Orten zurück. Die Zivilschutzbehörde verhängte als Reaktion nächtliche Ausgangssperren in einigen Regionen, darunter einige der meistbesuchten Urlaubsgebiete.

Der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis drohte, wenn die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus nicht eingedämmt werde, werde seine Regierung "drastischere Maßnahmen" ergreifen, "die zweifellos wirtschaftliche Auswirkungen" hätten.

(Quelle: APA)

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