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Wärmebildkameras & Co

Irre Corona-Regeln in eurem Sommerurlaub

Beliebte Reiseziele in Europa rüsten sich gegen Covid-19

Geheime Fieber-Kameras, Abstand im Wellnessbereich und QR-Codes vor der Einreise: Der Sommerurlaub dürfte für die meisten von uns heuer ganz besonders werden. Wir haben einige der kuriosesten Corona-Regeln in Europas beliebtesten Feriendestinationen für euch aufgelistet.

In den beliebten Urlaubsländern gelten diverse Maßnahmen und Regeln, um sich vor einer Coronavirus-Infektion zu schützen. Das Reiseportal Holidaycheck hat einen Überblick zusammengestellt.

Kuriose Regeln an Italiens Stränden

Diese Strandregel in Italien klingt auf den ersten Blick verblüffend: Fußball und Volleyball sind verboten, aber Beachtennis ist erlaubt. Was sich anhört wie die Diskriminierung beliebter Sportarten hat einen guten Grund: Mannschaftssportarten – also die Ansammlung von Menschen in Gruppen – sind verboten. Ping-Pong am Strand zu zweit dürfen Urlauber aber von Rimini bis San Vito Lo Capo spielen.

Maskenpflicht gilt in Spanien

Nahtlose Bräune ade: In den spanischen Regionen Katalonien und Extremadura und auf den Balearen gilt seit Kurzem eine verschärfte Maskenpflicht. Dort müssen Einheimische wie Touristen nun überall in der Öffentlichkeit einen Mund-Nasen-Schutz tragen, sowohl in geschlossenen Räumen als auch im Freien.

 

Während dies die Urlauber schützt, gerät die nahtlose Urlaubsbräune in Gefahr. Der Bikinistreifen 2020 ist ganz offensichtlich im Gesicht.

Wärmebildkameras am Flughafen

Vor Jahren noch beschwerten sich Fluggäste über den sogenannten Nackt-Scanner an der Sicherheitskontrolle. Im Sommer 2020 werden Touristen ganz anders durchleuchtet, denn am Flughafen Palma de Mallorca gibt es seit Ende Juni geheime Kameras: Sie messen die Temperatur der Reisenden. Damit soll Fieber keine Chance auf der beliebten Ferieninsel bekommen.

SB: Urlaub mit Maske in Spanien APA/AFP/Josep LAGO
Nahtlose Bräune ade: In den spanischen Regionen Katalonien und Extremadura und auf den Balearen gilt eine verschärfte Maskenpflicht. 

Abstand in Schweizer Wellness-Anlagen

Schweiz-Reisende dürfen sich auf Wellness freuen: Schwimmbad, Sauna und Dampfbäder sind wieder geöffnet. Allerdings sorgt eine Abstandsregel für Kopfzerbrechen. Es gilt nämlich eine Person pro vier Quadratmeter Fläche. Eine Herausforderung für den Pool-Gast, dies beim Baden abzumessen oder gar anteilig vom Schwimmbecken zu errechnen.

Teurer Masken-Müll in Frankreich

Auf ihre Gesichtsmaske sollten Frankreich-Reisende besonders achten. Denn Frankreich sagt dem Masken-Müll den Kampf an. Statt 68 Euro sollen in Zukunft 135 Euro fällig werden, sollte die Maske nicht sachgerecht in den Müll wandern. Bei schweren Fällen soll die Strafe sogar bis auf 750 Euro erhöht werden können.

 

Die drakonischen Strafen haben einen Sinn: Niemand möchte, dass eine medizinische Maske nach ein paar Stunden Benutzung dann 450 Jahre braucht, um sich in der Natur abzubauen.

QR-Code und Corona-Test vor Einreise

Kurios und unumgänglich für Urlauber sind die neuen Einreisebestimmungen in Griechenland. Reisende müssen dabei mindestens 48 Stunden vor Abreise ein Formular ausfüllen – im Gegenzug erhält der Reisende dann einen QR-Code, den er bei der Einreise vorzeigen muss. Ein Algorithmus errechnet, ob und welche Reisenden nach ihrer Ankunft einen Corona-Test machen müssen. Eine weitere Herausforderung: Das Formular gibt es bislang nur in englischer Sprache.

Auch für die Einreise nach Spanien müssen Flugreisende seit Kurzem ein Formular ausfüllen und erhalten einen QR-Code. Allerdings ist dieses auf Deutsch erhältlich und der Code muss lediglich bei Einreise vorgezeigt werden.

(Quelle: SALZBURG24)

Diese Corona-Regeln gelten im Urlaub

Strand, Liegestühle, Meer, Urlaub, SB Bilderbox/Symbolbild

Die Liste der möglichen Reiseländer wird wieder kürzer. Nach dem Auftreten von Coronavirus-Infektionen, die auf Südosteuropa zurückgeführt werden, hat die Bundesregierung weitere Reisewarnungen ausgesprochen. Österreicher können damit in 30 europäische Länder reisen. Manche Staaten haben aber ihrerseits weiterhin Auflagen wie Quarantänebestimmungen bei der Einreise. Ein Überblick.

Die Covid-19-Pandemie sorgt heuer für "besondere Umstände" bei Reisen in die beliebtesten Urlaubsländer der Österreicher – sowohl vor als auch während der Reise. "Für den Fall, dass während des Urlaubs grippeähnliche Symptome auftreten, sollte man gewappnet sein. Die jeweilige Telefonnummer, an die man sich bei einem Covid19-Verdacht wenden kann, speichert man am besten gleich im Handy ein", empfiehlt ÖAMTC-Touristikerin Maria Renner. Die Expertin liefert einen Überblick über die "Corona-Regeln" der beliebten Reiseländer Italien, Kroatien, Spanien, Griechenland, Slowenien und Deutschland.

Für welche Länder Vorab-Registrierungen nötig sind

"Für Italien-Urlaube in die Regionen Apulien und Kalabrien sowie auf die Inseln Sardinien und Sizilien muss vor der Einreise eine Online-Registrierung vorgenommen werden", weiß Renner. Wer zum Beispiel per Flugzeug oder Fähre nach Sardinien möchte, muss das entsprechende Formular 48 Stunden vorab elektronisch ausfüllen und bei der Einreise eine Kopie dessen, zusammen mit Bordkarte und Ausweis, vorlegen. Bei der Ankunft in Sardinien wird außerdem die Körpertemperatur gemessen.

48 Stunden vorher registrieren

Für die Einreise nach Griechenland, egal ob am Land-, See- oder Luftweg, ist eine Online-Registrierung 48 Stunden vorab verpflichtend. Dabei erhält man einen QR-Code, der bei der Einreise kontrolliert wird. Auf Basis der Angaben errechnet ein Gesundheitsalgorithmus, ob man bei der Einreise auf Covid-19 getestet werden muss. Bis zum Eintreffen des Testergebnisses muss man sich dann am angegebenen Aufenthaltsort (z. B. Hotel) in Quarantäne begeben. Für Zypern gilt: Auch hier ist eine Online-Registrierung nötig, mindestens 24 Stunden vor Reiseantritt.

"Für die Einreise nach Kroatien ist eine Registrierung erforderlich, die entweder vorab oder direkt beim Grenzübertritt durchgeführt werden kann", so die ÖAMTC-Expertin. Sie empfiehlt: "Um Wartezeiten zu vermeiden, erledigt man das besser noch zu Hause." Wer nach Spanien fliegen möchte, muss sich im Rahmen des Spain Travel Health Programms mindestens 48 Stunden vor der Abreise online registrieren.

 

Regeln vor Ort kennen

  • Maskenpflicht: In Deutschland herrscht aktuell Maskenpflicht in allen geschlossenen Räumen, also z. B. auch in Geschäften. "Bei der Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel ist ein Mund-Nasen-Schutz verpflichtend in Kroatien, Spanien, Deutschland, Slowenien und Italien zu tragen", sagt Renner.
  • Mindestabstand: Der vorgeschriebene Mindestabstand variiert zwischen ein und zwei Metern in den jeweiligen Ländern. In Italien beispielsweise muss in der Öffentlichkeit ein Mindestabstand von einem Meter eingehalten werden, bei sportlichen Aktivitäten zwei Meter. Wo das nicht möglich ist, bzw. generell in geschlossenen Räumen, gilt die Maskenpflicht. "Am besten geht man auf Nummer sicher und hält immer genügend Abstand", rät die ÖAMTC-Expertin.
  • Fahrgemeinschaften: In Kroatien, Slowenien und Deutschland gibt es dahingehend keine Einschränkungen. In Italien aber wohl: Wer mit nicht haushaltszugehörigen Personen im Auto unterwegs ist, muss den Beifahrersitz frei lassen, auf den weiteren Sitzreihen sind je maximal zwei Personen erlaubt – und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist für alle Insassen verpflichtend. In Spanien gilt für Fahrgemeinschaften "nur" Maskenpflicht.

Strafen bei Nichteinhaltung der "Corona-Regeln"

Wer gegen die Pandemie bedingten Regeln verstößt, muss mit hohen Strafen rechnen. Die konkrete Höhe ist von Land zu Land unterschiedlich. So sind in Deutschland, abhängig vom jeweiligen Bundesland, mehrere Hundert Euro Strafe möglich. "In Italien liegt der Strafrahmen zwischen 400 und 3.000 Euro, in Slowenien zwischen 400 und 4.000 Euro", weiß Renner. Deutlich höher liegt das Strafhöchstmaß in Kroatien und Spanien. In Kroatien sind bei Missachtung der "Corona-Regeln" Strafen zwischen 1.050 und 15.800 Euro möglich. In Spanien drohen bei Verstößen gegen die Maskenpflicht bis zu 100 Euro Strafe – illegale "Corona-Parties" können bis zu 10.400 Euro kosten. Wer gegen die griechischen Auflagen zur Einreise verstößt, dem droht eine Strafe von 500 Euro.

Reisewarnungen für 32 Länder

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie gelten nach wie vor Reisewarnungen für 32 Staaten bzw. drei Regionen weltweit. In Europa sind das Albanien, Bulgarien, Bosnien-Herzegowina, Großbritannien, der Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien, Portugal, die Republik Moldau, Rumänien, Russland, Schweden, Serbien, die Türkei, die Ukraine, Weißrussland (Belarus) sowie die norditalienische Region Lombardei und der Landkreis Gütersloh im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Außerhalb Europas warnt das Außenministerium wegen der Pandemie weiterhin vor Reisen nach Ägypten, Bangladesch, Brasilien, Chile, Ecuador, Indien, Indonesien, in den Iran, Mexiko, Nigeria, Pakistan, Peru, Philippinen, Senegal, Südafrika und in die USA sowie in die chinesische Provinz Hubei.

Wann ein Storno kostenlos ist

Eine Reisewarnung berechtigt zu einem kostenlosen Storno einer gebuchten Reise. Eine Reisewarnung ist kein Verbot. Sollte allerdings eine Rückholaktion aus einer Region oder einem Land durchgeführt werden, wo es eine ausdrückliche Reisewarnung gibt, können die Reisenden an den Konsularkosten beteiligt werden. Bei der Rückkehr aus diesen Ländern verlangt Österreich ein Covid-Gesundheitszeugnis nach einem negativen Coronatest oder eine verpflichtende 14-tägige Heimquarantäne. Bei Zuwiderhandeln droht eine Strafe von bis zu 1.450 Euro. Wer positiv getestet ist und die Quarantäne bricht, muss mit noch höheren Strafen rechnen.

Grundsätzlich rät das Außenministerium "dringend von allen nicht notwendigen" Auslandsreisen ab.

Aufgerufen am 25.10.2020 um 05:54 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/coronavirus-kuriose-regeln-fuer-urlaub-in-europaeischen-laendern-90415900

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