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Dead End: Spoerri-Skulpturen im Garten des NÖ Landesmuseums

Den Garten des Landesmuseums Niederösterreich in St. Pölten prägt seit Freitag die Skulpturengruppe "Dead End" von Daniel Spoerri. "Es ist ein Bild, das wir kennen: sei es aus Konzentrationslagern, aus Vietnam, Jugoslawien oder dem Irak. Wenn Menschen andere Menschen zerstören, vergraben sie ihre Opfer wie Hunde ihre abgenagten Knochen", erläuterte der Schweizer Künstler mit rumänischen Wurzeln.

Die fünf Bronzefiguren wurden im Museumsgarten als Gedenkstätte für alle Verbrechen dieser Art installiert. Dem Doppelsinn des englischen Titels - Tod bzw. Sackgasse, Ausweglosigkeit - trage die Wahl des Standorts Rechnung: "Wie in die Enge getrieben und dort erschöpft und tödlich getroffen zusammengesunken liegen die Figuren am Boden. Gesichtslos unterscheiden sie sich lediglich in ihrer Haltung, mal verdreht, mal mit den Armen schützend über den Kopf erhoben", hieß es in einer Aussendung des Landespressedienstes.

Man habe die Aufgabe, aus der Geschichte zu lernen, meinte Landesrätin Barbara Schwarz (ÖVP) bei der Eröffnung. Spoerris Figuren seien ein Synonym dafür, "wie schrecklich es ist, was Menschen anderen Menschen antun können".

Der international renommierte Performance-Artist und Erfinder der Eat-Art feierte heuer seinen 85. Geburtstag (am 27. März). In seinem Ausstellungshaus in Hadersdorf am Kamp ist zur Zeit "Lieben & Haben - Liebhaben. Liebhaber. Sammler." zu sehen (bis 1. November).

(Quelle: S24)

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