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Als Held gefeiert

Der Hund, der den IS-Chef jagte

Hund, Baghdadi ASSOCIATED PRESS
Präsident Trump veröffentlichte am Montag ein Bild des Hundes. 

Ein Hund des amerikanischen Militärs ist auf dem besten Weg, in den USA ein Held im Kampf gegen den islamistischen Terrorismus zu werden. Die US-Regierung veröffentlichte ein Foto des Hundes, der den Chef der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS), Abu Bakr al-Baghdadi, bei einem Militäreinsatz in Syrien bis zu dessen Tod verfolgte.

Der Hund habe bei dem Einsatz gegen Baghdadi so einen "tollen Job" gemacht, erklärte US-Präsident Donald Trump am Montag über Twitter. Der Name des Tieres werde aber weiterhin geheim gehalten, schrieb er weiter.

Der Hund war nach Trumps Angaben bei dem Einsatz vom Wochenende verletzt worden, als er Baghdadi verfolgte und sich jener selbst in die Luft sprengte. US-Soldaten bargen das verletzte Tier. Trump hatte am Sonntag verkündet, dass Baghdadi bei einem Einsatz von US-Spezialkräften in Nordwest-Syrien von Hunden verfolgt in einen Tunnel unter seinem Gehöft geflüchtet sei und dort eine Sprengstoffweste gezündet habe. Er und drei seiner Kinder seien infolge der Explosion ums Leben gekommen.

Al-Bagdadi anhand von Unterwäsche identifiziert

Al-Bagdadi war nach kurdischen Angaben zuvor anhand von DNA an seiner Unterwäsche identifiziert worden. Ein Geheimagent der kurdisch dominierten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) habe die Unterwäsche vor dem Einsatz entwendet, erklärte Polat Can, ein ranghoher Vertreter der SDF, am Montag im Onlinedienst Twitter.

 Demnach arbeiteten die SDF seit Mitte Mai mit dem US-Geheimdienst CIA zusammen, um al-Bagdadi aufzuspüren und zu überwachen. Der IS-Chef habe seinen Aufenthaltsort sehr oft gewechselt, schrieb Can. Dem SDF-Agenten sei es gelungen, mit al-Bagdadi in Kontakt zu treten und seine Unterwäsche für einen DNA-Test zu entwenden, "um sicherzugehen, dass die betreffende Person al-Baghdadi selbst war". Dass es zu dem US-Einsatz in Syrien gekommen sei, sei größtenteils das Ergebnis der SDF-Geheimdienstarbeit, schrieb Can auf Twitter. Die Anfang Oktober eingeleitete türkische Offensive in Nordsyrien habe die Operation verzögert.

US-Präsident Donald Trump hatte am Sonntag den Tod des IS-Anführers bei einem US-Angriff im Nordwesten Syriens bekanntgegeben. Trump zufolge flüchtete al-Bagdadi während des Angriffs in einen Tunnel, zündete dort eine Sprengstoffweste und tötete damit sich selbst sowie drei seiner Kinder. Trump dankte in seiner Ansprache den syrisch-kurdischen Streitkräften "für eine gewisse Unterstützung", nannte jedoch keine Details.

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 12.04.2021 um 04:01 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/der-hund-der-den-is-chef-jagte-78418987

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