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Der Tag des Denkmals ist heuer "Feuer und Flamme"

Beim heurigen Tag des Denkmals am 27. September geht es heiß her: "Feuer und Flamme" lautet das Motto des Großevents, das österreichweit 230 Objekte zugänglich macht, die sonst oftmals den Augen der Öffentlichkeit verborgen bleiben. Passend zum Titel gibt es Feuershows, Brandübungen, und thematisch passende Führungen, kündigte Bundesdenkmalamtschefin Barbara Neubauer am Donnerstag an.

"Ziel ist, die breitere Öffentlichkeit mit dieser Aktion zu erwischen", unterstrich Neubauer das Ziel des österreichischen Beitrags zur europäischen Initiative der European Heritage Days: "Wenn die Öffentlichkeit nicht hinter ihrem kulturellen Erbes steht, werden wir uns schwertun, es zu erhalten." Das gelte nicht nur in finanzieller, sondern auch in ideeller Hinsicht. Auch in der aktuellen Flüchtlingssituation sei die Selbstvergewisserung durch den Erhalt des kulturellen Erbes von entscheidender Bedeutung: "Man kann nur jemanden neu aufnehmen, wenn man selbst weiß, wo man steht."

Im Vorjahr zählte man beim seit 1998 österreichweit abgehaltenen Tag des Denkmals über 70.000 Besucher. Ob diese Marke heuer zu halten ist, muss man sehen, zumal die Zahl der geöffneten Objekte von rund 270 auf 230 gesunken ist. Mit den derzeitigen budgetären Möglichkeiten sei es nicht möglich, Hunderttausende Menschen anzuziehen, was aber auch kein Ziel sei, unterstrich Neubauer: "Uns geht es um eine qualitätsvolle Präsentation."

So hat Wien mit 51 geöffneten Objekten erstmals die 50er-Marke übersprungen. Schließlich habe die Stadt in punkto Bränden von bedeutenden Gebäuden eine lange Geschichte, wenn man an den Stephansdom am Ende des Krieges, die Redoutensäle der Hofburg oder die Länderbank am Hof denke, rief Landeskonservator Friedrich Dahm in Erinnerung. Am 27. September sind nun etwa die einst durch Brand zerstörten Sofiensäle in Führungen zu erleben wie auch die Arbeiten an der 40.000 Quadratmeter umfassenden Sanierung der Rathausfassaden. "Wir bieten dort ein Spektakel", versicherte Dahm. So können Interessenten unter fachkundiger Anleitung der Steinmetze selbst Hand anlegen. Und im mit langer Verzögerung zum Kinokulturhaus umgebauten Metro Kino gibt es Führungen und Filme aus der Kinofrühzeit.

In Niederösterreich widmet man sich passend zum Tagesmotto den einst von Türken ausgelösten Stadtbränden, weshalb thematische Angebote etwa in Bruck an der Leitha oder Zwettl angesetzt sind. Mit Schloss Mautern kann man ein Objekt kurz vor der Restaurierung besichtigen und in St. Pölten eine altrömische Keramikwerkstatt. Im Burgenland steht unter anderem das Türkenschlachtfeld Mogersdorf im Fokus, in der Steiermark der historische Tabakanbau und in Salzburg ist die historische Haerdtl Villa am Mönchsberg einmalig geöffnet. Und wer sich für Archäologie begeistert, der kann in Tirol am Schlossbichl nahe Telfs ein Brandheiligtum aus vorrömischer Zeit begutachten, während im oberösterreichischen Steyr Fluchtstollen aus dem Zweiten Weltkrieg ausnahmsweise begehbar sind.

(Quelle: S24)

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