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Deutscher Geheimdienst-Chef: "Russland ist eine potenzielle Gefahr"

Der Geheimdienst-Chef, Bruno Kahl, warnte in seiner Grundsatzrede vor 300 Gästen vor der "potentiellen Gefahr" Russlands.. AFP
Der Geheimdienst-Chef, Bruno Kahl, warnte in seiner Grundsatzrede vor 300 Gästen vor der "potentiellen Gefahr" Russlands..

So deutlich wie nie zuvor hat der Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), Bruno Kahl, in einer öffentlichen Rede in München vor der Machtpolitik Russlands gewarnt. „Wir haben in Russland eine potenzielle Gefahr“, so der Geheimdienst-Chef laut Süddeutscher Zeitung.

Bei seiner Grundsatzrede in München vor etwa 300 Gästen sagte Kahl wörtlich: „Statt einem Partner für die europäische Sicherheit haben wir in Russland eher eine potenzielle Gefahr. Der weltpolitische Akteur Russland ist zurück, er wird ein unbequemer Nachbar bleiben.“

Aufrüstung Russlands "beunruhigend"

Und weiter: Nach dem großen Sommermanöver in Russland und Weißrussland habe der Geheimdienst eine "erstaunliche" Modernisierung der Ausrüstung und Führungsfähigkeit der Streitkräfte festgestellt. Kahl nannte dies "beunruhigend". "Im gesamten Militärbezirk West, aber auch Süd und Nord, hat der Streitkräfteumfang neue Höchststände erreicht."

Russland wolle Führungsrolle zurück

Demnach versuche Russland, seine Führungsrolle auf dem europäischen Kontinent zurückzugewinnen. "Dazu gehört, die EU zu schwächen und die USA zurückzudrängen und insbesondere einen Keil zwischen beide zu treiben." Kahl warnt: Das Land habe seinen Aktionsradius in der Sicherheitspolitik erweitert, die Bedrohung durch "im Umkreis" von Kaliningrad stationierte Kurzstreckenraketen sei real.

Ungewöhnlich: Einerseits wegen der klaren und unmissverständlichen Worte und andererseits, weil sich der BND in der Regel mit öffentlichen Analysen zur Sicherheitslage zurückhält und lediglich die deutsche Bundesregierung intern berät.

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